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Gruppenausstellung: 20 Jahre Galerie Rigassi – Dreams (vorbei)

19 September 2012 bis 27 Oktober 2012
  20 Jahre Galerie Rigassi – Dreams
 
  Galerie Rigassi

Galerie Rigassi
Münstergasse 62
3011 Bern
Schweiz (Stadtplan)

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tel +41 (0)31 - 311 69 64
www.galerierigassi.ch


Mit der Ausstellung 20 Jahre Galerie Rigassi – Dreams beendet Raphael T. Rigassi das Jubiläumsprogramm zum zwanzigjährigen Bestehen seiner Galerie im Herzen der Berner Altstadt. Mit originellen Präsentationen wie der Reinszenierung einer Ausstellung mit Werken der Nouveaux Réalistes, die Rigassi zwanzig Jahre zuvor gezeigt hatte oder einer Auswahl von Kunstpositionen, die ihn auf seinem Lebensweg begleitet haben, erzählte dieses Jubiläumsprogramm auch von den (wahr gewordenen) Träumen eines Galeristen.
Von den Träumen der Kunst kündet nun die achte und letzte Ausstellung im Jubiläumsreigen. Mit einem Dutzend Positionen kreiert Raphael T. Rigassi eine Ausstellung, die der Maxime des deutschen Malers Wols folgt: „Die im Wachen träumen, haben Kenntnis von tausend Dingen, die jenen entgehen, die nur im Schlaf träumen.“
Einige Arbeiten sind eigens für die Ausstellung entstanden. So etwa Steve Millers poetisch-verspielte Annäherungen an die Natur, in denen transparente Schlangen sich mit abstrakten Farbgesten verflechten. Das Künstlerduo Una Szeemann & Bohdan Stehlik evoziert in fotografischen sowie installativen Arbeiten ein traumwandlerisches Erleben. Die beiden jungen Kunstschaffenden füllen Luftballons mit Stille oder gestalten einen Raum als Negativ-Bild seiner selbst und heben so ganz beiläufig die Gesetze der Realität auf. Nicht immer sind es die grossen phantastischen Gesten, die das Element des Träumerischen, des Unbewussten in der Kunst spürbar machen. Istvan Balogh gelingt es in seinen Fotoarbeiten mit kleinen Verschiebungen, minimalen Zutaten die scharfen Grenzen des Realen ein wenig durchlässig zu machen für das Mögliche und Unmögliche, den Konjunktiv in allen seinen Formen.
Pascal Danz beschäftigt sich mit den Veränderungen von Bildern durch das betrachtende Subjekt, in den letzten Jahren vor allem durch die Bilder, die in der Erinnerung entstehen. Er arbeitet mit Unschärfen, die Landschaften und Stadträume eher andeuten, als sie zu beschreiben. So entsteht beim Betrachter jene schwer greifbare Vertrautheit des Fremden, die aus Träumen bekannt ist, in denen wir mühelos bereit sind, einen Unbekannten als neue Erscheinungsform eines guten Freundes anzuerkennen. Einen ähnlichen Effekt haben die Arbeiten von Sue Irion, die Straßenszenen, Gebäude, Menschen, die immer etwas verloren scheinen in monochromen, leicht verwaschen wirkenden Bildern zeigt. Anders als Danz arbeitet Sue Irion jedoch nicht mit den Mitteln der Malerei, sondern mit Fotoemulsionen.
In Ornamentbildern und Lichtobjekten geht der deutsche Künstler Kaeseberg spielerisch der Lust am Denken nach. Emotionaler und sinnlicher wirken die Arbeiten von Ingeborg Lüscher. Sie beschäftigt sich in ihrem vielgestaltigen installativen Werk mit Eros und Tod, Träumen und Weissagungen und lässt auch ihre Erfahrungen mit Hypnose einfliessen. (Alice Henkes)

Dreams
19. September – 27. Oktober 2012

Liebe Freunde der Galerie

Am Ende des Jubiläumsjahres angekommen wende ich mich in der achten und letzten Ausstellung des Jubiläumszyklus einem sehr weitläufigen und offenen Thema zu: Dreams.

Der Traum kann durchaus mit einem Bild voller Hoffnungen, Erwartungen und Sehnsüchte verglichen werden. Mit verschiedenen Träumen werden und sind wir konfrontiert. Wunschträume, Traumbilder, Tagträume, Wachtraum, Alpträume etc. Es sind immer gedankliche Vorstellungen, die einen begleiten – manchmal erfüllt, manchmal unerfüllt.

Anfangs noch lag das Hauptaugenmerk in der Kunst in der Umsetzung von Träumen aus der Dichtung oder allgemeiner gesprochen von literarischen Quellen. Die Darstellung christlich tradierter Träume mit Offenbarungscharakter war früh und für lange Zeit eine fromme Pflichtübung für jeden Künstler. Weit davor und zum Teil noch bis heute sind aber auch die Geschichten aus der Traumzeit der Hauptgegenstand bildnerischer Gestaltung und auch Grundlage der tradierten Zeremonien, wie beispielsweise in der Kunst der Aborigines.

Am Ende des 19. Jahrhunderts schliesslich nimmt der Symbolismus bildnerisch Traum-Themen vorweg, die schliesslich in dem wissenschaftlichen Ast der Psychoanalyse starke Verbreitung finden und anschliessend im Surrealismus münden, was wohl die populärste Kunstbewegung ist, welche die Meisten mit Träumen in Verbindung bringen. Ein Darstellen von Unwirklichem, d.h. Surrealem. Traum und Realität sollten im Surrealismus miteinander verschmelzen.

Heute und hier in der Galerie Rigassi geht es nicht um die surrealistische Bildsprache oder eine Anlehnung an diese Kunstbewegung. Es geht um eine Gruppe von Künstlern der Galerie, die sich für diese letzte Ausstellung mit dem Thema „Dreams“ auseinandersetzen.
Das Spannende daran ist natürlich auch, dass jeder einzelne seine ganz eigenen Träume in Bildern wiederentdecken kann oder bei dem ein oder anderen verdrängte Träume wieder zum Vorschein kommen können.

Ich freue mich auf Ihren Besuch und wünsche Ihnen eine traumhafte Begegnung mit jedem einzelnen Werk!

Raphael T. Rigassi

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