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Gruppenausstellung: Abstrakte Malerei (vorbei)

18 September 2005 bis 30 Oktober 2005
 
 
  galerie gölles

galerie gölles
Augasse 4
A-8280 Fürstenfeld
Österreich (Stadtplan)

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tel +43 (0)33 82 - 54 509
www.golles.at


Erwin Bohatsch
Herbert Brandl
Jakob Gasteiger
Hans Grosch
Ahmet Oran
Arthur Salner
Hubert Scheibl
Josef Schwaiger
Walter Vopava

Die Ausstellung Abstrakte Malerei führt in einem vielseitigen Spektrum die aktuelle Situation der ungegenständlichen Malerei in Österreich vor. Die Tendenzen reichen von expressiv orientierten Tendenzen mit Schwerpunkt auf dem Malprozess per se, über monochrome Farbfelder bis hin zu geometrisch konstruktiven Bildkonzeptionen.

Die abstrakte Malerei ist in der heutigen internationalen Kunstszene ein Kapitel, das fortlaufend spannende und Impuls gebende Ergebnisse auf dem Tableau erzielt. Trotz des oftmaligen Todestoßes des Tafelbildes, der mit dem Thema der Abstraktion – also der Analyse bis zur Auslöschung – eng verbunden ist, hat das abstrakte Gemälde immer wieder Renaissancen erlebt. Besonders in Österreich treffen wir auf essenzielle Positionen, die zur Speerspitze der heutigen Malereisituation zu zählen sind. Ihr Abstraktionsbegriff ist vielfältig:

Herbert Brandls Gemälde basieren auf dem reinen malerischen intuitiven Agieren des Künstlers, der in seinen monumentalen Farbfeldern „Erinnerungsfetzen“ von Natur einfließen lässt, ob Licht, Raum, Horizont, Panorama. Auch bei Hubert Scheibl, Walter Vopava und Arthur Salner spielt Raum und luminöse Präsenz von Farbe eine große Rolle. Bei Hubert Scheibl sind es mehr die durch Fotografie und Video inspirierten Illusionen von räumlicher Wahrnehmung, bei Walter Vopava der mächtige Bildraum per se, der in Hell-Dunkel, Masse und Transparenz ausgelotet wird. Arthur Salner lässt geometrisierende dunkle Formen auf dem sphärischen Bildgrund schweben. Ahmet Oran und Erwin Bohatsch tendieren stärker in die Monochromie. Während Erwin Bohatsch sensible Farbräume am Rande des Verschwindens sensibel malerisch umsetzt, malt Ahmet Oran stille meditativ anmutende Introspektionen des transzendentalen Raums. Jakob Gasteigers Bilder changieren zwischen monochromer Malerei und minimalistischem Objekt. Mit einem breiten Kamm zerfurcht er die Farbmaterie und erzielt dadurch gleichmäßige Strukturen auf der Oberfläche. In den neueren Arbeiten wendet sich Gasteiger vermehrt der geschütteten Farbe auf dem Bildträger zu, prozessual bedingte Malvorgänge zwischen grafischer und malerischer Qualität. Hans Grosch betreibt eine mehr konstruktiv geometrische Bildsprache – sensible Balancen zwischen Linie und Fläche, Figur und Grund in seriellen Abfolgen. Josef Schwaiger nimmt eine auf Experiment und Analyse orientierte malerische Haltung im abstrakten Spektrum ein. Farbwahl, Pinselduktus, Ablauf von der Grundierung bis zum vollendeten Bild sind streng vorgegeben.

Florian Steininger

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