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Einzelausstellung: Allen Ruppersberg - Private Conversations (vorbei)

11 Dezember 2005 bis 19 Februar 2006
  Allen Ruppersberg - Private Conversations
Allen Ruppersberg
 
  Kunsthalle Düsseldorf

Kunsthalle Düsseldorf
Grabbeplatz 4
40213 Düsseldorf
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)211 - 899 62 43
www.kunsthalle-duesseldorf.de


Allen Ruppersberg
One of Many - Origins and Variants


Der international bekannte Konzeptkünstler Allen Ruppersberg (geb. 1944 in Cleveland, Ohio) zählt zur ersten Generation amerikanischer Künstler, die in ihren Arbeiten Mittel und Methoden der Massenmedien kritisch verarbeiteten. In seinem gesamten, bereits seit den späten 1960er Jahren etablierten Oeuvre, entwickelt Allen Ruppersberg komplexe Dialoge zur Dialektik von high and low culture, öffentlichen und privaten Räumen und den Beziehungen zwischen künstlerischen Arbeiten, Multiples und alltäglichen Objekten. Mit seinen vielschichtigen, in Los Angeles, später auch in New York und in Europa entstandenen Arbeiten stellt Allen Ruppersberg ein bahnbrechendes und grundlegendes Phänomen im transatlantischen Dialog der Konzeptkunst dar.

Die groß angelegte Werkschau beinhaltet neben bedeutenden, in Europa erstmals gezeigten Arbeiten von Allen Ruppersberg neue und erweiterte Installationen und eröffnet ungewöhnliche, sehr persönliche Einblicke in seine private Sammelleidenschaft - ein Spektrum, das von Büchern, Postkarten und Plakaten bis zu Werbefilmen, Zeitungsausschnitten und Nachrufen reicht. Die Sammlungsobjekte aus der Alltagskultur bilden zugleich das Quellenmaterial für Allen Ruppersbergs vielfältige Arbeiten: Installation, Performance, Multiple, Malerei, Skulptur, Zeichnung, Druckgrafik, Foto, Video und Film. Jedes einzelne Artefakt seines umfassenden Archivs ("One of Many") erfährt durch die künstlerische Bearbeitung eine Variation ("Origins and Variants") im Sinne einer Kontextverschiebung. Es entstehen Multiples in mehreren Exemplaren ohne ein eigentliches "Original" und originale Einzelstücke, die zugleich manuell gefertigte Kopien von Objekten der Alltagskultur darstellen.

In seiner künstlerischen Arbeit widmet Allen Ruppersberg den Themen Erinnerung und Gedächtnis besondere Aufmerksamkeit. Die wandfüllende, aus mehr als 600 einzelnen Postern bestehende Installation "The Singing Posters" (2003/2005) und das 220 Quadratmeter große Fußbodenmosaik "Letter to a Friend" (1997/2005) im Kinosaal der Kunsthalle sind dem Andenken an Allen Ginsberg und an verstorbene Künstler und Freunde gewidmet. Die mehrteilige, für die Ausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf neu entstandene Installation "These Fragments ..." vereint Multiples und Originale aus den Jahren 1968 bis 2003 und bietet einen Überblick von den frühen Arbeiten wie "Al's Cafe" - einem 1969 von Allen Ruppersberg in Hollywood betriebenen Künstler-Café - bis in die Gegenwart. Als Beispiele seiner ortsspezifisch konzipierten Installationen präsentiert die Kunsthalle Düsseldorf Arbeiten aus Arnheim, Utrecht, Münster und Basel.

Die künstlerischen Arbeiten und Sammlungen von Allen Ruppersberg bilden ein Archiv seiner persönlichen Geschichte und seiner Arbeitsorte: Brecksville/Ohio, Los Angeles, New York und zahlreiche Orte in Europa. Privates und Öffentliches verschmelzen so zu einer kollektiven Erinnerung und Geschichte. Gegenstände des täglichen Lebens und längst vergessene Erzählungen finden auf diese Weise ihren Weg zurück in die Öffentlichkeit und formen, ganz dem Wunsch des Künstlers entsprechend, "eine demokratischere Form des Kunstobjekts" (Allen Ruppersberg).

Der Katalog zur Ausstellung erscheint im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln.

Pressekonferenz: Freitag, 9. Dezember 2005, 11 Uhr

Eröffnung: 10. Dezember 2005, 19 Uhr

Öffnungszeiten: Di - Sa 12 - 19 Uhr, Sonn- und Feiertage 11 - 18 Uhr
Öffentliche Führungen: sonntags, 12.30 Uhr
Parallel im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen: TIME LINES

Ausstellungsstationen:
Dundee Contemporary Arts, Dundee (Schottland), 8. April - 28. Mai 2006
Centro Andaluz de Arte Contemporáneo, Sevilla (Spanien), 22. Juni - September 2006

Mit freundlicher Unterstützung der Sammlung Rheingold. Die Kunsthalle Düsseldorf wird gefördert durch die Landeshauptstadt Düsseldorf

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