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Einzelausstellung: Ana Roldan - As "the myth of the hole" (vorbei)

17 Januar 2009 bis 20 Februar 2009
  Ana Roldan - As \
 
  annex14 - Raum für aktuelle Kunst

annex14
Junkerngasse 14
3000 Bern
Schweiz (Stadtplan)

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tel +41 (0)44 - 202 44 22
annex14.com


Parallel zum Berner Galerienwochenende (17.-18.1.2009) eröffnet annex14 die Einzelausstellung As „The myth of the hole“ mit Ana Roldán.

Ana Roldán beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit unterschiedlichsten Systemen: mit Sprach- und Zeichensystemen, mit gesellschaftlichen Utopien sowie mit der Kunst und ihren Spielregeln. Sie sind Ausgangspunkt ihres breit angelegten Nachdenkens über Konventionen, Begriffe und Vorstellungen, die unser Denken, Handeln und Fühlen prägen. Was bisher vielleicht weniger offensichtlich schien, Ana Roldáns grundlegendes Interesse für kunstimmanente Fragestellungen und Themen, rückt die aktuelle Ausstellung As „The myth of the hole“ nun in den Vordergrund.

„Bestiarium“ ist der Titel einer vielteiligen Arbeit, deren lexikalischer Ansatz mit einer Kombination aus Bild und Text einen wissenschaftlichen Anspruch suggeriert. Offensichtlich sind dabei die Anspielungen auf mittelalterliche Tierdichtungen, deren Beschreibungen von realen Tieren und Fabelwesen mit moralischen und allegorischen Bezügen auf die christliche Heilslehre durchsetzt sind. Das als work in progress angelegte „Bestiarium“ verweist allerdings auf das raffinierte und komplexe visuelle und sprachliche Verweissystem der zeitgenössischen Kunst. Es ist auch ein Indiz dafür, wie expansiv und selbstbezüglich sich der Kunstbetrieb in den letzen Jahren gebärdet hat. Und dass die Kunstwelt, wie die Religion, zum Surrogat für fehlende gesellschaftliche Perspektiven werden kann.

Selbstreflexion, also das Nachdenken über Kunst, über aesthetische Kategorien, über Rezeption und Produktion finden wir auch bei „Joe, 2007“. Er besteht aus zwei schwarzen z-artig geknickten "Lederwürsten", die leicht verschoben aufeinander liegen. “Joe“ ist ein weiteres Beispiel für die oft an alltägliche Gegenstände erinnernden Skulpturen von Ana Roldán, die durch ihre handwerkliche Ausstrahlung und sinnlich-verführerischen Oberflächen berühren. Sie fordern unser Wahrnehmen und unser Denken heraus, indem die subtilen formalen Eingriffe, Masstab-Verschiebungen oder spezifischen Materialaesthetiken zum Impuls werden, Konventionen in Kunst und Gesellschaft zu überdenken.

Für weiter Informationen sowie Bildmaterial stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Susanne Friedli Tel. 079 248 98 94 oder Elisabeth Gerber 079 574 55 36

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