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 Antje Dorn, "Santana" aus Motorgirls, 2000, Gouache auf Papier, 42 x 29,7 cm | | |
Motorgirls
Motorgirls, eine Bilderserie von Antje Dorn, zeigt Szenen, die von Frauen und Autos erzählen und das Gefährt zum Gefährten werden lassen.
Das Augenmerk ist speziell auf das Doppel Autos und Frauen gerichtet, eine Motivwahl, zu der einem jede Menge Bildmaterial im täglichen Leben, in Printmedien, in der Werbung und in Filmen begegnet. Das Automobil wird seit seiner Erfindung als Projektionsfläche für Freiheitssehnsucht, Abenteuer, Lebenslust, Stärke und Verliebtsein benützt. Es ist nie nur praktische Alltagsmaschine, sondern kreiselt in der Vermischung von Statussymbol und menschlicher Identifikation und Mythologisierung. Eine Sehnsuchtsmaschine, die spielerischen Umgang mit der Erfüllung von Wünschen herausfordert. Durch die Anwesenheit von Frauen im Bild potenzieren und verzahnen sich diese Wunschvorstellungen, zuweilen sind sie auch nur Blickfang und beleben die Technik.
In den Bildern von Antje Dorn spielt die Frau alle Rollen - und das Auto auch.
Antje Dorn, die sich in unterschiedlichen Bildserien mit den verschlungenen Wegen menschlicher Kommunikation beschäftigt, Interpretationsspielräume und Paradoxien aufdeckt, durchbricht und dechiffriert gerade diese inszenierte Objekthaftigkeit der werbewirksamen Präsentationsmodi. Mittels einer eigenwilligen, sich alles erlaubenden Zeichensprache, welche frech die Grenzen zur Karikatur, zum Comic, zu Elements of Crime und "b-picture" überschreitet, tastet Dorn jene augenfälligen Reize, die als Begehrlichkeit stiftende und demnach werbewirksamene Werte gehandelt weden, an.
Sie konstruiert Klischees, um sie anschließend augenzwinkernd zu verschrotten.
Die Galerie ist dienstags bis freitags von 11-13 und 14-18 Uhr, sowie samstags von 11-16 Uhr geöffnet. |