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Einzelausstellung: Antonio Saura - Arbeiten auf Papier und Grafik (vorbei)

3 Mai 2001 bis 23 Juni 2001
  Antonio Saura - Arbeiten auf Papier und Grafik
Antonio Saura, "Crucifixion", Mischtechnik auf Papier 1994, 31 x 41 cm,
S 1006
 
  Galerie Boisserée

Galerie Boisserée
Drususgasse 7 - 11
50667 Köln
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)-221-257 85 19
www.boisseree.com


Antonio Saura gehört wie Picasso zu denjenigen Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, die sich fast ausschließlich über das Thema der menschlichen Figur bildnerisch ausgedrückt haben. Dabei sind die expressive Erregtheit und die Direktheit seiner Malerei Ausdruck seines Protestes gegen eine aus den Fugen geratene und ungerechte Weltordnung. In seiner dynamischen, heftigen und fließenden, oft satirischen Malerei "rekonstruiert" Saura die Themen seiner Auseinandersetzung zu "Bild-Obsessionen". Ob er sich dabei mit Bildern namhafter Künstler, mit Photo- und Bildmaterial aus Büchern und Zeitungen oder literarischen Themen auseinandersetzt, - seine Bilder erzählen in Portraits, Kreuzigungen und Menschenmengen von der Identität des Malers, der Geschichte und ihren Figuren. Die Ausstellung umfasst viele Arbeiten aus dem sogenannten Zyklus "Autodafé" (siehe Abbildung): Kleine, querformatige Gemälde auf dem Inneren eines Buchrückens, die in ihrer Materialität und Farbigkeit von faszinierender Ausstrahlung sind. Die "Autodafés" werden u den Kölner Premieren zum ersten Mal in dieser Auswahl vorgestellt und stellen eine Besonderheit im malerischen Oeuvre Antonio Sauras - gerade auch für Sammler - dar.
Antonio Saura wird 1930 in Huesca/Spanien geboren und beginnt bereits 1943 als Autodidakt zu zeichnenund zu schreiben. 1953 zieht er nach Paris und wird Mitglied der Surrealisten-Gruppe.
Er nimmt 1958 an der Biennale in Venedig und 1959 an der Documenta II in Kassel teil, und wird im gleichen Jahr mit Antoni Tàpies in der Galerie van de Loo in München ausgestellt.
1960 erhält er den Guggenheim Preis in New York, wo er ein Jahr darauf in der Galerie Pierre Matisse ausstellt. Neben satirischen Arbeiten auf Papier entstehen erste Radierungen und Serigraphien.
Nach Retrospektiven im Stedelijk Museum von Amsterdam und der Kunsthalle Baden-Baden erhält er im Jahr 1964, zusammen mit Chillida und Soulages, den Carnegie-Preis. Ab 1967 arbeitet er im Winter in Paris und im Sommer in Cuenca/Spanien, wobei er für 10 Jahre die Malerei auf Leinwand zu Gunsten der Arbeit auf Papier aufgibt. 1975 zeigt die Galerie Maeght in Barcelona eine Retrospektive der Arbeiten auf Papier, 1977 nimmt er an der Documenta VI in Kassel teil.
1979 folgen Retrospektiven mit über 300 Arbeiten auf Papier, u.a. im Stedelijk Museum, Amsterdam, der Kunsthalle von Düsseldorf und in der Fondaçio Joan Miró in Barcelona.
1994 zeigt das Museum für Moderne Kunst in Lugano die Malerei von 1948-1990, vier Jahre später stirbt Antonio Saura in Cuenca.
Werke von Antonio Saura befinden sich u.a. im Museum of Modern Art/New York,im Centre Georges Pompidou/Paris, im Stedelijk Museum/Amsterdam, der Tate Gallery/London, in der Nationalgalerie Berlin, im Museum für 20. Jahrhundert von Wien und im Centro de Arte Reina Sofia/Madrid.

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