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Einzelausstellung: ARMIN GÖHRINGER - im Umgang mit Holz, Papier und Eisen (vorbei)

14 Oktober 2001 bis 25 November 2001
  ARMIN GÖHRINGER - im Umgang mit Holz, Papier und Eisen
 
www.bege-galerien.de/sites Fischerplatz Galerie | BEGE Galerien

Fischerplatz Galerie
Fischergasse 21
89073 Ulm
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)731 - 63 349
www.bege-galerien.de/sites


Die Ausstellung wurde vom 20.11. auf dem 25.11 verlängert.

zwischen waagrecht und senkrecht oder vom Material zur Lücke



Durchbrochene, filigrane Holzskulpturen sind das Markenzeichen von Armin Göhringer.

Zum wiederholten Male zeigt die Fischerplatz Galerie jetzt Arbeiten " im Umgang mit Holz, Papier und Eisen des 1954 geborenen, im Schwarzwald lebenden Künstlers.

Göhringers Arbeitsgerät ist - man sollte es angesichts der fragilen Objekte kaum glauben - die Kettensäge.

Mit ihr schneidet er Einkerbungen und Durchdringungen in die geschwärzten oder geweißten Holzblöcke, legt er horinzontale und vertikale Schnitte in die Blöcke aus Eichen-oder Kirschholz und schafft so räumliche, lichtdurchflutete Skulpturen, die mal an gotische Kirchenfenster erinnern, mal an die ausgedünnten Figuren eines Alberto Ciacometti denken lassen. Seine meist stelenförmig angelegten Plastiken haben dabei einen geradezu zeichnerischen Charakter, scheinen die Grenze zwischen Linie und Skulptur verwischen zu wollen.

Zusätzliche Effekte erzielt der Bildhauer dadurch, dass er in einigen Arbeiten einzelne Holzblöcke wie bei einem Sägegatter hintereinander schichtet und so die Raffinesse seiner Arbeiten noch steigert. Was freilich bei aller heftigen künstlerischen Bearbeitung auch deutlich wird, ist Göhringers Respekt vor dem Ausgangsmaterial: Er arbeitet immer mit, nicht gegen das Holz.

Ein anderes Material, mit dem Göhringer gerne arbeitet, ist Büttenpapier. Mal presst er den noch feuchten Papierbrei auf seine Holzskulpturen, auf nebeneinander gelegte dünne Holzplatten, und schafft so Arbeiten, die ein wenig fernöstlich angehaucht scheinen. Dann wieder ist es nur der im Papier sichtbare Holzabdruck, der den Künstler interessiert. Oder er schafft aus dem übereinander gelegten und sparsam schwarz oder braun bemalten Büttenbögen kleine Objekte, die ihre Spannung aus dem Spiel mit dem Raum beziehen.

In seinen jüngsten Arbeiten hat Armin Göhringer einen neuen Werkstoff für sich entdeckt: Stahl. In der Kombination aus matt glänzendem Stahlblech und den rauen, mit der Kettensäge nur grob bearbeiteten Holzgittern schafft er für den Betrachter neue, sinnliche Reize. So führt er sein raffiniertes Spiel mit Material und Materialität zu einem neuen Höhepunkt.

Dr. Raimund Kast in der Schwäbischen Zeitung von 25. Oktober 2001

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, mit Text von Rainer Braxmaier und Photos (Abbildungen der Exponate) von Otto Krämer.

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