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Gruppenausstellung: Assemblage - Collage - Décollage (vorbei)

24 August 2006 bis 30 September 2006
  Assemblage - Collage - Décollage
Hermann Nitsch, Collage multiple #63, 2006, 49,5 x 35 cm
 
www.hilger.at Hilger modern

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Österreich (Stadtplan)

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Assemblage - Collage - Décollage
24.08.2006 - 30.09.2006

Eröffnung: Donnerstag, 24. August 2006, 19 Uhr

Unter dem Titel Collage - Décollage werden Arbeiten der Künstler Erró, Anton Henning, Jiri Kolár, Hermann Nitsch, Oswald Oberhuber, Mimmo Rotella, Tom Sachs und Hans Staudacher gezeigt, welche die vielseitigen Anwendungsformen dieser beiden Kunsttechniken widerspiegeln.

Die Auflösung der Fläche entsteht bei diesen beiden Methoden durch kreative Prozesse. Bei Collagen durch Konstruktion, das Hinzufügen verschiedenster Materialien und Objekte, während es sich bei der Décollage um eine Destruktion, eine radikale Veränderung des Ausgangszustandes eines Kunstwerkes durch Zerreißen, Zerschneiden oder Verbrennen, handelt. Beide Techniken verbinden Kreativität und experimentelle Entstehungsprozesse im vollendeten Kunstwerk miteinander. Dadurch ermöglichen sie unbegrenzte Assoziationen, welche die Narrativität der Arbeiten verstärkt.

Erró´s Collagen sind untrennbar mit dem Begriff Pop Art verbunden, welche eine Welt aus Klischees, Illusionen und Vorurteilen mit bekannten, brutalen Fragmenten der Realität aus den Massenmedien konfrontiert.

Anton Henning beschränkt sich in seiner Malerei nicht nur auf die zweidimensionale Bildfläche, sondern bindet ebenso deren Umgebung in deren dreidimensionaler Umsetzung mit ein. Er verbindet seine Arbeiten mit Filmen und verschiedensten Interieurs, welche visuell und konzeptuell mit seiner Malerei, die kennzeichnend durch ihre Form- und Farbgebung der 60/70er Jahre Design, verbunden sind.

Jiri Kolár erkannte die ineinander greifenden Grenzen zwischen verbaler und visueller Sprache und setzte so seine visuelle Poesie in seinen Collagen in den verschiedensten Medien um. Zwei Tendenzen bestimmen seine Arbeiten, die Kreis- bzw. Kugelformen sowie dynamische Zeit- und Bewegungsabläufe.

Hermann Nitsch's ausgestellte Collagen zeigen neue künstlerische Impulse. Während das Grundthema sich weiter auf das katholische Umfeld, die Priesterhoheit, bezieht, ändert sich seine Umsetzung im Bezug auf die verwendeten Materialien. Nitsch appliziert auf einfärbige Samtstoffe Teile von Priestergewändern.

Oswald Oberhuber´s Arbeiten sind eine Aufforderung an alle Zeitgenossen, nicht in ästhetischen Stereotypen zu verharren. Seine Werke unterliegen der permanenten Veränderung. Für diese akzeptiert er keine Einschränkungen durch Zuordnung von Stilentwicklungen, Themen, Techniken, sondern nur die Freiheit von allen Fesseln entbunden zu sein. Dieses Recht nimmt er sich heraus und bricht damit Grenzen auf.

Mimmo Rotella setzt mit Hilfe der Décollage konzeptuelle Impulse um. Dabei wird ein zerrissenes Filmplakat, ein Teil der urbanen Umgebung, zu einem Fund der Kreativität und durch einen Akt einer visuellen Überarbeitung, einer bewussten Neuerfindung, wird es zum Kunstwerk. Im Gegensatz dazu verweist Tom Sachs mit seinen Arbeiten auf unsere manipulierte Wahrnehmung von kommerziellen Bildern sowie die Macht der Massenvermarktung hin. Er kombiniert ebenso vorhandene Materialien mit funktionalen oder nutzlosen Objekten, die dadurch eine neue Funktion erhalten.

Neben dem charakteristischen Lettrismus und Einfluss des abstrakten Expressionismus integriert auch Hans Staudacher vorgefundene Gegenstände in seinen Bildern und stellt sie dadurch in einen neuen Kontext. Diese sind, wie er es selbst nennt, ein Zusammenwirken von Schrift, Farbe, Zeichen, Zufall, Bewegung und Überfluss.

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