Anlässlich des Saisonstarts der Frankfurter Galerien ist die Ausstellung auch Samstag und Sonntag,
den 5. und 6. September, von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Beim Betreten eines Museums oder einer Galerie fällt dem unbefangenen Besucher als erstes der großzügige Umgang mit meist weißer, nicht benutzter Wandfläche auf. Man könnte meinen, je wichtiger das Werk, desto größer der Abstand zu anderen Arbeiten. Auf den Kunstmessen geht es dann schon gedrängter zu, die teuren Wände müssen genutzt werden.
Natürlich gibt es auch Sammler, die zu Hause eine museale Hängung bevorzugen; sie sind jedoch in der Minderheit. In den Häusern und Wohnungen der meisten Sammler drängen sich die Arbeiten und je mehr Kunstwerke hinzukommen desto dichter rückt alles zusammen - und Bücher und Möbel brauchen ja auch ihren Platz. Nur zu oft hört der Galerist, dass man keinen Platz mehr für weitere Bilder habe, was dieser zu überhören pflegt oder entgegenhält, man würde den Sammler gerne besuchen und nach freiem Raum suchen.
Nach einhundertundvierundzwanzig Ausstellungen, die großzügig und modern aussahen, zeigen wir in unserer hundertfünfundzwanzigsten mit dem Titel „Zu Hause - Arbeiten auf Papier" wie es bei einem Sammler aussehen könnte, gedrängt und voll mit Werken vieler verschiedener Künstler. Die Ausstellung zeigt ein breites Spektrum dessen, was auf Papier möglich ist: Zeichnungen, Fotogramme, Collagen, Fressontechnik, Fotografie, Frottagen, Aquarelle … |