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Einzelausstellung: Berit Myrebøe - "Ènergeia VII-XIV" (vorbei)

13 September 2003 bis 11 Oktober 2003
  Berit Myrebøe -
Ausstellungsansicht
 
  Galerie Jarmuschek+Partner

Galerie Jarmuschek+Partner
Halle am Wasser - Invalidenstrasse 50/51
10557 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 - 28 59 90 70
www.jarmuschek.de


Berit Myrebøe: Énergeia VII – XIV



Augenblick und Dauer

„Énergeia“ ist das griechische Urwort des deutschen Begriffs Energie. Im Gegensatz zu diesem beschreibt „Énergeia“ aber wesentlich umfassender die Fähigkeit eines Körpers, Beziehungen zu einem Anderen aufzunehmen, zum umgebenden Raum wie zu sich selbst.

In einzigartiger Weise überträgt die in Berlin lebende, norwegische Künstlerin Berit Myrebøe Photographien auf Aluminiumplatten und bearbeitet diese dann malerisch nach. Die photographische Fixierung eines Augenblicks in der Zeit, die bei Myrebøes Arbeiten am Anfang steht, benutzt sie dabei im Sinne einer Skizze, um die Leichtigkeit einer Radierung ins Medium der Malerei zu übertragen: damit dient ihr Photographie zur Umsetzung dieser Notate ins Dauerhafte.

Für ihre neue Ausstellung hat Berit Myrebøe ihre bekannte Energeia-Reihe um neue Arbeiten erweitert, bei denen sie Raum und Körper stärker voneinander separiert. So tauchen die samtig schwarzen Figuren unerwartet plastisch aus der silbrigen Reflexion der Aluminium-Platte auf und lösen sich ebenso rasch wieder in einer Überblendung auf. In der Dramaturgie eines figurenlosen, endlos in die Tiefe gespiegelten Raumes nimmt der Betrachter automatisch den Part der fehlenden Figur ein und erlebt sich selbst als Agierender im Bild. Die Flüchtigkeit des Körper-(Ab-) Bildes verschmilzt mit der unscharfen Spiegelung des flüchtigen Betrachters.

Berit Myrebøe entwickelte ihre neuen Arbeiten speziell für die umgestalteten Räume der Galerie Jarmuschek und Partner. Neuartig an ihnen ist vor allem ihre sequenzielle Komposition – zusammengesehen ergibt sich der Wirkung eines Filmes auf Aluminium im Raum.

Die ehemalige Karl-Hofer-Stipendiatin ist bisher vor allem in Deutschland, Norwegen und der Schweiz bekannt geworden, wo ihre Arbeiten zuletzt in der Ausstellung „Le corps évanoui, les images subites“ neben Thomas Ruff, Bernd und Hilla Becher, Gerhard Richter und Franz Gertsch im Musée de l’Elysée, Lausanne, zu sehen waren.

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