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Gruppenausstellung: Berlinde De Bruyckere and Martin Honert - aus dem Verborgenen - under cover (vorbei)

16 September 2006 bis 7 Januar 2007
  Berlinde De Bruyckere and Martin Honert - aus dem Verborgenen - under cover
Berlinde De Bruyckere, Animal, 2004
 
  Kunsthalle Düsseldorf

Kunsthalle Düsseldorf
Grabbeplatz 4
40213 Düsseldorf
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)211 - 899 62 43
www.kunsthalle-duesseldorf.de


16. September 2006 — 7. Januar 2007

under cover — aus dem Verborgenen
Berlinde De Bruyckere und Martin Honert


Eröffnung: Freitag, 15. September 2006, 20 Uhr

Die Kunsthalle Düsseldorf präsentiert mit Berlinde De Bruyckere und Martin Honert zwei herausragende KünstlerInnen aus dem Bereich der zeitgenössischen Skulptur. Die Ausstellung ist Teil des Projektes „Quadriennale 06”, die das Thema des menschlichen Körpers, seiner Expressionen und Obsessionen, seiner theatralischen Inszenierungen und Maskeraden verhandelt.

Berlinde De Bruyckere (geb. 1964, lebt und arbeitet in Gent, Belgien) hat in den vergangenen Jahren internationale Aufmerksamkeit erreicht, insbesondere durch ihre Ausstellungsbeteiligungen an der Biennale in Venedig, 2003, und kürzlich an der 4. Berlin Biennale, 2006. Die Präsentation ihrer Werke im Rahmen der Ausstellung „under cover — aus dem Verborgenen” in der Kunsthalle Düsseldorf ist ihre erste große, mehrere Werkgruppen umfassende Schau in Deutschland. Für die spezifische, neun Meter hohe Raumsituation im sogenannten Kinosaal der Kunsthalle Düsseldorf entwickelt Berlinde De Bruyckere zwei neue mehrteilige Skulpturen, Figuren, in denen sich menschliche und kreatürliche Formen an Säulen schmiegen und verschmelzen sowie Pferdetorsos, die sich auf einem schmiedeeisernen Podest in die Höhe strecken. Ergänzt werden die Neuproduktionen mit Leihgaben aus belgischen und italienischen Sammlungen sowie einem umfangreichen Zeichnungszyklus, der im Emporensaal der Kunsthalle ausgestellt wird.

Berlinde De Bruyckere verwendet seit den frühen 1990er Jahren Wachs, Polyester, Wolldecken und Felle als Material für ihre Skulpturen und Installationen. Sie symbolisieren Geborgenheit und Wärme, ebenso wie Verletzlichkeit und Angst. In diesem Spannungsverhältnis entstehen Werke zwischen tiefer Traurigkeit und anmutiger Schönheit. Zerstörung, Leid und Schmerz konfrontiert die Künstlerin mit Aspekten von Schutz und Sicherheit. In ihren Skulpturen offenbart sich das Verhältnis von Verbergen und Entblößen in einem einzigen Körper. De Bruyckeres Werkgruppen bestehen aus in sich verschmolzenen kreatürlichen Formen, die meist auf podestartigen Möbelelementen präsentiert werden. Ihre Pferdetorsos, die mit Fell bezogen in dramatischen Posen eines fiktiven Todeskampfes modelliert sind, oder ihre verzerrten Darstellungen menschlicher Figuren zeugen von der ständigen Dualität von Liebe und Schmerz, Gefahr und Geborgenheit, Leben und Tod.

Martin Honert (geb. 1953, lebt und arbeitet in Düsseldorf und Dresden) gehört zu den bekanntesten deutschen Künstlern seiner Generation. Von 1981 bis 1988 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Fritz Schwegler. Seither ist Martin Honert mit Preisen sowie internationalen Ausstellungsbeteiligungen reich bedacht. Bereits 1995 wurde er eingeladen, im Deutschen Pavillon auf der Venedig Biennale (mit Katharina Fritsch und Thomas Ruff) auszustellen. Seit 1998 ist er Professor an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Fachklasse für Dreidimensionales Arbeiten, Schwerpunkt Plastik und Skulptur. Für die Ausstellung „under cover — aus dem Verborgenen” werden in Zusammenarbeit mit internationalen Sammlungen aus den USA, Kanada, Schweiz und Deutschland Werke aus den vergangenen 25 Jahren in einer von Martin Honert eigens entwickelten Ausstellungsarchitektur versammelt. Darüber hinaus wird Martin Honert für die Ausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf eine neue Arbeit (Flusslandschaft, 2006) entwickeln und erstmals präsentieren. Es ist die erste umfassende Ausstellung des in Düsseldorf lebenden Künstlers in dieser Stadt.

Martin Honert bannt Kindheitserinnerungen und scheinbar alltägliche Begebenheiten in dreidimensionale, meist aus Kunststoff gestaltete Werke. Honerts Motivfundus ist breit gefächert: von unscheinbaren Alltagsdingen (Tisch mit Wackelpudding, 1983) über fotografische Aufnahmen aus dem Familienalbum (Foto, 1993) bis zu Kinderzeichnungen von eigener Hand (Ritterschlacht, 2003). Diese Motive formt er zu detailreichen Skulpturen und Installationen, die Leben und Bewegung in stillstehende Bilder verwandeln. Seine Werke halten flüchtige Momente fest und schaffen eine neue, beinahe naturalistische Gegenwärtigkeit. Der Betrachter spiegelt sich in den plastischen Bildern Honerts wider, in einem künstlerischen Werk über die Erinnerung an die Kindheit.

Pressekonferenz: Freitag, 15. September 2006, 13 Uhr
Eröffnung: Freitag, 15. September 2006, 20 Uhr
Öffnungszeiten: Di—Sa 12—19 Uhr, Sonn- und Feiertage 11—18 Uhr
Eintritt: 5,50 EUR / erm. 3,50 EUR / Jugendliche bis 18 Jahre sowie Schwerbehinderte freier Eintritt / Q06-Ticket 20,- EUR

Kostenlose öffentliche Führungen: sonntags, 12.30 Uhr
Die Ausstellung ist Teil des Projektes „Quadriennale 06” der Stadt Düsseldorf
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