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Einzelausstellung: Bernhard Fruehwirth - Creme (vorbei)

6 September 2008 bis 25 Oktober 2008
  Bernhard Fruehwirth - Creme
Installationansicht 2008
 
  Galerie Mathias Güntner

Galerie | Mathias Güntner
Admiralitätsstraße 71
20495 Hamburg
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)40 41 91 95 90
www.mathiasguentner.com/de


No father eat animalcum. Eat animalcum! No father! Ist es eine Aussage, eine Aufforderung und Verweigerung oder eine Frage? Was auch immer mit dem Tiersperma passieren soll oder welcher Vater hier gemeint ist, Bernhard Fruehwirth bietet zugleich unterschiedliche Lesarten und Interpretationsmöglichkeiten an. Und selbst wenn die Übersetzung verborgen bleibt, verführt animalcum zu unzähligen Assoziationsketten zwischen Amalgam und Kaugummi.

In seiner zweiten Einzelausstellung in der artfinder Galerie hat der österreichische Künstler Bernhard Fruehwirth verschiedene Ingredienzien zu einer Installation zusammengerührt. Ein mit Schwarzlicht ausgeleuchteter Raum, eine amerikanische Flagge, ein großer Busen, beschriftete Kreuze und eine Aktie der New York State Housing Finance Agency fügen sich zu einem auratisch aufgeladenen Raum zusammen, der die Lust des Künstlers, Spannungen zu inszenieren, spüren lässt. Unterschiedlichste Medien stehen neben inhaltlichen Antipoden.
Was bedeutet die Aufforderung „invest in incest"? Was hat sie auf einem Kreuz zu suchen, warum strahlt dieses nach hinten und wie vereinbart man sie mit dem Statement „besser du als ich"?

Bernhard Fruehwirth verdichtet die Objekte zu einer Gesamtinstallation, wobei die einzelnen Elemente aber eigenständig bleiben. Jedes Objekt wirft für sich Fragen auf. So fragt man sich, ob die Aktie noch ihren realen Wert hat und welche Auswirkungen der Besitz einer Aktie über die Verbesserung der geistigen Hygiene (Mental Hygiene Improvement Bond) haben könnte. Neben der Geschichte hinter dem Objekt berührt Fruehwirth auch das Thema der Kontextverschiebung, das sich wie ein roter Faden durch sein Werk zieht. So besitzt diese Aktie vielleicht inzwischen einen viel größeren Sammlerwert als sie einmal als Eigenwert hatte und erfährt nun durch die Umdeutung als Kunstwerk eine erneute Aufwertung.

Fruehwirth zeigt die unterschiedlichsten Lesarten der Objekte auf und fördert deren symbolische und psychologische Aufladung ohne jedoch eindeutig Stellung zu beziehen. Vielmehr stellt er die Dinge in ein eigenes System, in dem gespielt wird mit den Bedeutungen, dem Kontext, den Perspektiven, den Traditionen und den Erwartungen der Betrachter.

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