Die Videoarbeit "Telephones" von Christian Marclay (1955 in San Rafael, Kalifornien) verbindet Szenen aus verschiedenen klassischen und zeitgenössischen Spielfilmen miteinander. Zwischen den handelnden Figuren initiiert der Künstler einen Dialog, der von den Möglichkeiten der Kommunikation erzählt, gleichzeitig aber das Scheitern derselben impliziert. Die kurzen Filmsequenzen reihen immer wieder ähnliche Situationen und Formulierungen aneinander. Auf diese Weise schärfen sie auch die Aufmerksamkeit des Betrachters für bestimmte Klischees des Mediums Film wie für die Konventionen unserer alltäglichen Kommunikation.
Christian Marclay wuchs in Genf auf und lebt heute in New York. 1975-80 studierte er Bildende Kunst an der Ecole Sup6rieur d'Art Visuel, Genf, und am Massachusetts College of Art, Boston. Seit Ende der 1970er Jahre setzt sich Marclay in Performances, Konzerten und Plattenaufnahmen (u. a. mit Nicolas Collins, Butch Morris, John Zorn) mit Übertragungs- und Kommunikationsmedien auseinander, schuf aber auch rein bildnerische Installationen und Skulpturen. |