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Einzelausstellung: Bruno PEINADO - "Anti clock wise" (vorbei)

11 März 2010 bis 1 Mai 2010
  Bruno Peinado
Bruno Peinado
Vanity Flight Case
2005
 
www.galerie-mam.com MAM Mario Mauroner Contemporary Art

MAM Mario Mauroner Contemporary Art
Weihburggasse 26
1010 Wien
Österreich (Stadtplan)

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tel +43-1-904 2004
www.galerie-mam.com


Dem französischen Künstler Bruno PEINADO (geb. 1970) gelingt es in seinen Arbeiten die Vielzahl von Zeichen und Objekten des Alltags mit der Ästhetik und den Inhalten verschiedener Kulturen zu verweben. Die Bildwelt der westlichen Pop-Kultur trifft auf die Traditionen und Symbole einer multiethnischen Gesellschaft, welcher sich PEINADO angesichts seines multinationalen Backgrounds zugehörig fühlt. Die Starre und Unverrückbarkeit gesellschaftlich geprägter Ikonen wird aufgehoben, zerstört und mit feiner Ironie neu vermischt. PEINADO äußerte sich hierzu: "Meine Logik ist die der Vermischung, die Welt ist ein Zusammenstoßen von Bildern. Mein Vorsatz ist, die Reinheit zu zerstören."

Dem Prinzip der Rekombination folgend, entwirft PEINADO eine hybride Bildwelt, die der dominierenden westlichen Kultur eine Absage erteilt. In PEINADOs erster Einzelausstellung in Österreich werden die Wände der Galerie Mario Mauroner Contemporary Art Vienna von einem verdichteten Zeichensystem überzogen, indem der Künstler den White Cube zur Projektionsfläche von Neonschriften, Logos und Labels werden lässt. PEINADO absorbiert die Bilderflut des 21. Jahrhunderts und transferiert sie in einen neuen Kontext. So wird beispielsweise das Logo einer berühmten deutschen Automarke in einen Traumfänger integriert und mit mystischer Bedeutung aufgeladen. Anstelle des Spinnennetzes, welches die Mitte des Kultobjektes der Indianer Nordamerikas ziert, tritt in PEINADOs Traumfänger - einem Label gleich - das Wort Fame (dt. Ruhm) in Erscheinung. Das westliche Wertesystem mit seinen Schlüsselwörtern wie Ruhm, Erfolg, Macht und Geld wird mit dem indianischen Kultobjekt, das einen ruhigen Schlaf garantieren soll, kombiniert.

Ähnlich ergeht es einem weiteren indianischen Symbol in der Installation "Nouvel Ordre", in welcher zwei Adler aus lackiertem Aluminium eine Diskokugel attackieren. Das pompöse Glamourleben, welches sich in dem Glitzern der Kugel widerspiegelt, wird in der gesellschaftkritischen Installation "Speedy Revolution" - einer sich drehende Tasche, aus deren Öffnung Palmen, der Eiffelturm, ein Diamant und ein Smiley wuchern - weitergedacht. PEINADOs Objekte aus Aluminium sind überladen von Symbolen des westlichen Wohlstands und reflektieren die Macht der Bilder, mit der wir im 21. Jahrhundert konfrontiert sind.

Nach Ausstellungen in der Ursula Blickle Stiftung, der Kunsthalle St. Gallen, im Palais de Tokyo, P.S.1. sowie zahlreichen Biennale Beteiligungen (Lyon, São Paulo, Istanbul), werden die Arbeiten von Bruno PEINADO erstmals in einer ausführlichen Werkschau in der Galerie Mario Mauroner Contemporary Art Vienna präsentiert.

Wir freuen uns, Sie in der Galerie begru?ßen zu du?rfen und danken Ihnen fu?r Ihr Interesse.
Mario Mauroner & Team

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