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Einzelausstellung: CAROL RAMA - "FA VISSUTO" (vorbei)

20 März 2005 bis 29 April 2005
  CAROL RAMA -
Carol Rama, Dorina, 1943, aquarell, 24 x 10 cm
 
  MAM Mario Mauroner Contemporary Art Salzburg

MAM Mario Mauroner Contemporary Art Salzburg
Residenzplatz 1
5020 Salzburg
Österreich (Stadtplan)

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tel +43-(0)662 - 623 423
www.galerie-mam.com


CAROL RAMA „FA VISSUTO“

20. März bis 29.April 2005
Presseeröffnung: Freitag, 18. März, 11.00 Uhr
Eröffnung: Samstag, 19. März, 11.00 Uhr


„Fa vissuto“ – „wurde gelebt“ oder auch „Teil des Gelebten“ – ist ein Ausdruck, den Carol Rama laut Edoardo Sanguineti besonders gerne mag und oft benutzt. „Fa vissuto“ bedeutet im Fall von Carol Rama, der 1918 in Turin geborenen Künstlerin, ein faszinierendes Œuvre gelebten Lebens. Seit Mitte der 30er Jahre zeichnet sich ihre Arbeit durch Eigenständigkeit und eine enorme Energie aus, mit der sie bereits als junge Künstlerin radikal tabubrechende, surreal-erotischen Aquarelle hervorbringt. „Damit nimmt sie vieles vorweg, was die Auseinandersetzung mit Körper und Sexualität in den 1960 und 1970er Jahren kennzeichnet“, so Silvia Eiblmayr, und: „Rama setzte sich über Tabus hinweg, die auch von den Erotikern des Surrealismus mit wenigen Ausnahmen respektiert wurden, nämlich die unverschlüsselte Darstellung polymorph perverser Fantasien über orale, anale und genitale Sexualität und fetischistische Lust.“ Ihre faszinierende Originalität brachte auch die jahrzehntelange Freundschaften unterschiedlichster Künstler mit sich, wie zum Beispiel jene mit dem Schriftsteller Edoardo Sanguineti, dem Komponisten Luciano Berio, dem Architekten Carlo Mollino oder auch Andy Warhol und Man Ray.

In der Ausstellung der Galerie werden einige sehr bedeutende Arbeiten aus der Frühphase der Künstlerin zu sehen sein, wie zwei Fassungen der „Dorina“ aus den Jahren 1940 und 1943, zwei typische Aquarelle Ramas, von scheinbar schamloser Direktheit, mit der sich die noch sehr junge Künstlerin über gängige Tabus hinwegsetzte und gleichzeitig eine enorme Sensibilität und Zartheit demonstrierte. Weiters werden drei rare Bilder aus den 60er Jahren, der „Bricolage-Phase“ Ramas vertreten sein. Der Großteil der gezeigten Arbeiten entstand in den letzten Jahren, in denen die Künstlerin eine enorme Schaffensenergie aufbrachte und noch immer aufbringt und die mit Ihrer zunehmend internationalen Bekanntheit und Präsenz ständig noch zu wachsen scheint.

Im Jahr 2003 wurde Carol Rama an der 50. Biennale von Venedig mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk geehrt, seitdem folgten Ausstellungen in der Fondazione Re Rebaudengo (Turin), im MART, Trento-Rovereto, im Museum von Ulm und in der Galerie im Taxispalais von Innsbruck. Derzeit ist auch eine Restrospektive im BALTIC, Gateshead (England) im Gange.

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