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Einzelausstellung: Christian Andersen – Explosions – digital bearbeitete Fotografie (vorbei)

8 Juni 2002 bis 10 August 2002
  Christian Andersen – Explosions – digital bearbeitete Fotografie
Streetwork 1
 
  maerzgalerie

maerzgalerie
Spinnereistr. 7, Halle 6
D-04179 Leipzig
Deutschland (Stadtplan)

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Christian Andersen – Explosions – digital bearbeitete Fotografie, Fotoinszenierungen

Bei "Explosions" handelt es sich um großformatige Farbfotografien von Orten und Szenarien, in weiche Andersen den Moment des Explodierens detailgenau virtuell hineinmanipuliert.
Zudem zeigt Andersen Fotoarbeiten aus dem Projekt "Street Work"

Andersens Explosionen finden im Kopf statt. Er beobachtete keine einstürzende Neubauten, war an keinem Blown-Away-Filmset dabei und experimentierte auch nicht mit Dynamit. Alles entstand im Kopf und in minutiöser Kleinarbeit. Erst kam die Fachkamera zum Einsatz, dann der Computer. Mit unglaublicher Akribie inszenierte Andersen seine Bilder, malte im Photoshop Detail für Detail, bis die Explosionen die angemessene Wirkung hatten.( ... ) Alles was Andersen explodieren lässt, diente ihm einst als Zufluchtsort( ... ) Ganz egal ob er das eigene Atelier sprengt oder Alains Einfamilienhäuschen; ob er Kay Zee´s Suntic-Records in die Luft jagt oder den Benz von Peter Wempe. Im Zentrum steht nie die Zerstörung. Vielmehr erzählen die Explosionen von etwas, das gemeinsam erlebt wurde. Sie sind ein Monument an sein Umfeld. So hat jedes explodierende Objekt seine eigene Geschichte. Dieser Background macht die Arbeiten so unverwechselbar und gab dem Künstler die nötige Ausdauer, seine Bildern in jahrelanger Kleinstarbeit fertigzustellen. ( ... )
(Armin Küste, aus dem Vorwort zum Such "Explosions / with-wihout my friends", Verlag Die Gestalten, Berlin)

Zur Foto-Arbeit "Street Work":
Bei diesem Projekt handelt es sich um inszenierte Fotografie. Als Hintergrund für seine Handlungen wählte Andersen New Yorker Straßensituationen und arrangiert seine Protagonisten jeweils derart, daß im Bild immer gerade jener Moment unmittelbar vor dem eigentlichen Ereignis eingefroren scheint. Der Moment des

Unentschiedenen, zwischen ein- und ausatmen. Und doch öffnet gerade dieser nie beachtete Augenblick, der das scheinbar Unwesentliche vom Bedeutenden trennt, einen kurzen Blick in den Bereich einiger unkontrollierbarer und nicht zu entschlüsselnder Prinzipien menschlichen Daseins. Ein Wimpernschlag, der ein ganzes Leben enthält.(...)
(MG, 200 1)

Christian Andersen, 1974 in Dänemark geboren, war bis Ende der Achziger in der Graffiti-Szene aktiv. Darauf folgten diverse Praktika in Zürich, London und New York und intensive Studien der klassischen Malerei, deren Einfluss heute in seinen fotografischen und am Computer weiterverarbeiteten Bildern wiederzufinden ist.

Er lebt und arbeitet als freier Künstler in Zürich.

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