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Einzelausstellung: Christian Platny - Schema (vorbei)

29 Mai 2009 bis 18 Juli 2009
  Christian Platny - Schema
ohne Titel, 2009, Mischtechnik auf Baumwolle, 180 x 180 cm
 
  GALERIE FREY

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Gluckgasse 3
A-1010 Wien
Österreich (Stadtplan)

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www.galerie-frey.com


Christian Platny - Schema

Vernissage
, am Donnerstag, den 28. Mai 2009, von 19.00 Uhr bis 22.00 Uhr

Die Ausstellung wird im Beisein des Künstlers eröffnet.

Bereits der Titel von Christian Platnys neuer Ausstellung macht neugierig. Benützt der Künstler das Wort in dessen ursprünglich aus dem griechischen kommenden Bedeutung von Form? Oder weist er damit darauf hin, dass er nach einem bestimmten Schema im Sinne von Schablone oder Vorlage arbeitet? Es könnte auch sein, dass er sich weder in der Form, noch bei der Ausführung festlegen will und den Betrachter einlädt, ihm bei der Spurensuche zu folgen.Die Arbeitsweise von Christian Platny ähnelt der eines Bildhauers: er trägt Farbschicht um Farbschicht auf, um sie dann ganz oder teilweise wieder abzutragen, auszuschwemmen, abzufräsen, abzulaugen, um danach die Lücken mit immer neuen Farbschichten aufzufüllen. Auch diese sind nicht endgültig, sondern ein ums andere Mal der Anfang einer erneuten Suche nach dem Ursprung. Manchmal hebt ein kräftiger Hintergrund - wie ein Bilderrahmen aus Farbe - den Inhalt plakativ hervor, dann wieder verschmilzt eine Schicht in der anderen.Immer wieder nützt Christian Platny die sich gegenseitig abstossenden Komponenten wie Wasser und Öl, experimentiert aber auch mit einer breiten Palette von Mischtechniken, indem er Öl mit Acrylfarben variiert und Ölkreide, Pastellkreide und Filzstifte dazumischt.

So bekommen die Arbeiten ihren erzählerischen Ausdruck, locken zum Verweilen, zum Eintauchen in die unterschiedlichen Geschichten, zum Entdecken der vom Künstler gelegten Spuren. Die Experimentierfreudigkeit Christian Platnys ist beinahe grenzenlos, die vielen Schichten immer aufs Neue aufgebaut und vielfach überarbeitet. Oft entsteht der Eindruck, als ob die Figuren und Formen aus der Fläche herauserodiert seien. Wird durch eines der Bilder die Struktur einer Landschaft, eines urbanen Umfelds verändert? Oder geht es dem Künstler um eine Konfrontation mit der Ästhetik des Alltags? Die Kunsthistorikerin Patricia Jagoditsch-Fimberger schreibt dazu: „Chrstian Platnys Bilder gründen nicht nur auf Vernunft und Systematik, sondern sie benützen auch eine andere Mitteilungsform. Gefühl und Eingebung! Sie geht von emotionalen Impulsen aus und lehnt eine intellektuelle Perfektion ab. Der Künstler lässt ein schöpferisches Sich - gehen - lassen zu. Diese Spontaneität und die Flüchtigkeit der Bilder führt manchmal dazu, dass er selbst keine pauschale Inhaltserklärung findet. Der Maler als sein eigener „ghostpainter" meint dazu: „Man kann zwar schreiben, aber nicht immer lesen." So erzählt uns Christian Platny malend immer neue Geschichten, mit denen er uns lockt, die Beziehung zwischen Realität und Darstellung immer neu zu erfassen und tiefer einzutauchen in die Poesie des Alltags. Dass er das erreicht, ohne Farben als aggressives Element einzusetzen, macht seine Arbeiten trotz all ihrer Unterschiedlichkeit immer als „typisch Platny" erkennbar.

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