Language and login selector start
Language and login selector end

Einzelausstellung: Christian Rothmann - Reiseaquarelle und Landschaften in Öl - Von Negombo über Partapur nach Sihanoukville (vorbei)

21 Juni 2012 bis 15 September 2012
  Christian Rothmann - Reiseaquarelle und Landschaften in Öl - Von Negombo über Partapur nach Sihanoukville
Christian Rothmann, 5 Reiseaquarelle, 2011, je 24 x 30 cm
 
  Galerie artThiess

Galerie artThiess
Frauenstrasse 12
80469 München
Deutschland (Stadtplan)

E-Mail senden
tel +49 (0)89 - 189 44 89 22
www.artthiess.de


Infotext

Die Galerie artThiess freut sich, vom 21. Juni bis 16. September 2012 schwerpunktmäßig Reiseaquarelle des Berliner Künstlers Christian Rothmann (*1954) präsentieren zu können.

Die Aquarelle entstehen auf den unzähligen Reisen des Künstlers um die Welt: Immer unterwegs, stets getrieben von einer unendlichen Neugierde, hält der Künstler seine Impressionen unermüdlich mit dem Pinsel fest. "Tagebuch in Bildern" könnte man dieses künstlerische Projekt von Christian Rothmann nennen, das in den letzten 35 Jahren zu einem riesigen Konvolut aus beinahe 10.000 Blättern angewachsen ist.

Befreit aus der Enge des Ateliers, nimmt Christian Rothmann die ihn umgebenden Formen und Farben, Gerüche und Geräusche, kurzum die spezielle Atmosphäre und lokalen Schönheiten seines Aufenthaltsortes intensiv in sich auf und bannt sie - Aquarellfarben und -block immer im Gepäck - mal im Hotelzimmer, mal unter freiem Himmel in fantastischen Farben auf das Papier. Häufig fließen dabei Erinnerungen an frühere Reisen mit ein, mischen sich vergangene Eindrücke mit der augenblicklichen Wahrnehmung. Dabei geht es dem Künstler v.a. um das Staunen, das Sehen und das Erkennen des Wesens der Dinge.

So entstehen einerseits Arbeiten, die - viel weiße Fläche stehenlassend - sich manchmal nur durch wenige, präzise gesetzte Gesten auszeichnen und dabei in ihrer Reduziertheit an japanische Tuschemalerei erinnern. Diese Blätter sind ganz den Idealen der ostasiatischen Ästhetik, wie z.B. dem Ideal des Yohaku-no-bi verpflichtet. Yohaku-no-bi steht für das Nicht-Gezeigte, für die weiße Fläche in einem Bild, die immer etwas Geheimnisvolles beinhaltet, wodurch das Bild erst seine eigentliche Bedeutung erhält. Aber auch das ästhetische Prinzip des Wabi-Sabi, das die Schönheit des Unauffälligen und Einfachen preist und dabei tiefen Respekt für die Eigenheit der Dinge zeigt, kommt dabei zum Tragen. Hier wird die große Begeisterung des Künstlers für Japan deutlich, das mit zu seinen wichtigsten und häufigsten Reisezielen zählt und ihm dabei beinahe zur zweiten Heimat geworden ist.

Andererseits entstehen Blätter mit üppigen Farblandschaften in oft außergewöhnlichen Farbkombinationen, bei denen der Künstler vieles kontrolliert, dann aber auch wieder bewusst dem Zufall überantwortet, indem er z.B. die nassen Farben ineinander laufen oder sich frei auf dem wassergesättigten Papier verteilen lässt. So entstehen Partien mit wunderbaren, organischen Übergängen. In diesen Blättern wird die Bewunderung des Künstlers für den großen Expressionisten Emil Nolde besonders deutlich. Mit diesem verbindet Christian Rothmann neben der Expressivität in der Darstellung und dem Aquarell als geschätztem Ausdrucksmittel auch die Begeisterung für Blumenmotive sowie die Lust am Reisen: So unternahm Emil Nolde, neben zahlreichen anderen Reisen, 1913/14 als Mitglied der medizinischen "Deutsch-Neuguinea-Expedition" u.a. eine, die ihn nach Moskau, Sibirien, Korea, Japan und China führte.

Im Rahmen der Ausstellung zeigen wir eine Auswahl an Aquarellen, die Christian Rothmann zwischen 2008 und 2012 bei Aufenthalten in Negombo (Sri Lanka), Partapur (Rajasthan/Indien), Sihanoukville (Kambodscha), Tokio, Omaha, Nizza, Naxos, Charlotte und Tel Aviv gemalt hat. Sie zeigen beispielhaft das Spannungsverhältnis, in dem sich der Künstler stets bewegt: Das Schlichte, Schnörkellose, Sparsame einer vom Zen-Buddhismus beeinflussten Lebensauffassung auf der einen Seite und ein aus der Begeisterung für und der Lust am Leben resultierendes üppiges, barockes Lebensgefühl auf der anderen Seite.

Ergänzt werden die Papierarbeiten durch eine kleine Auswahl an Landschaften in Öl auf Leinwand und einige Siebdrucke, für die ebenfalls Reiseimpressionen den Ausgangspunkt darstellen.

Seit 1979 war Christian Rothmann weltweit in mehr als 50 Einzel- und 90 Gruppenausstellungen vertreten, erhielt zahlreiche Lehraufträge und Stipendien und nahm an internationalen Festivals und Messen teil. Neben Malerei umfasst das vielseitige Werk von Christian Rothmann vor allem auch Fotografien, Videos und Public Art. Darüber hinaus sind seine Arbeiten in zahlreichen privaten und institutionellen Sammlungen präsent.

Vernissage am Mittwoch, 20. Juni 2012, 18.30 bis 21.00 Uhr
Der Künstler wird anwesend sein.

Kunstfrühstück am Samstag am 14. Juli 2012, 11.00 bis 15.00 Uhr

Öffnungen im Rahmen der OPEN ART:
Freitag, 14. September 2012, 18.00 bis 21.00 Uhr
Samstag, 15. September 2012, 11.00 bis 18.00 Uhr

  • ArtFacts.Net - Ihr erfahrener Kunst-Dienstleister

    Seit dem Start in 2001 hat ArtFacts.Net™ in Zusammenarbeit mit internationalen Kunstmessen, Galerien, Museen und Künstlern eine anspruchsvolle Künstlerdatenbank entwickelt.