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Einzelausstellung: CHRISTINE JEAN - Paysages et Acides (vorbei)

19 Mai 2000 bis 30 Juni 2000
  CHRISTINE JEAN - Paysages et Acides
 
  Galerie Ricarda Fox

Galerie Ricarda Fox
Liverpoolstraße 15
45470 Mülheim an der Ruhr
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)208 - 378 77 34
www.galerie-fox.de


Die Ausstellung zeigt exemplarische "Paysages" von 1995 - 1999, Assoziationen von Weite und Licht, Brach- und Niemandsland bis hin zu künstlichen Landschaften "Acides" (Säuren), deren Titel " Pina Colada", "Margarita", "Alcootest" hochprozentige Mischungen erahnen lassen.

Diese Landschaften sind niemals Abbildungen, vielmehr Gestalt gewordene Erfahrung aus einer Kindheit in der Normandie und langen Aufenthalten in Asien, insbesondere Hanoi und Saigon.

Wo Licht ist, ist auch Schatten, wo Wärme auch Kälte, wo Fülle auch Leere. Die Auseinandersetzung mit der Lehre des Buddhismus wird zum Inhalt ihres Lebens und ihrer Kunst. In Saigon hatte Christine Jean ein kleines Atelier, baute Freundschaften mit Künstlern und Intellektuellen aus dem Land auf. Hier erlebt sie die Wärme und Schwere des roten Flusses Mekong, das Flimmern des Lichtes, wenn man in die Sonne schaut, und die endlosen Regenfälle, in denen die Gebirge aussehen wie das Meer und das Meer wie die Gebirge. Erinnerungen, die so nah am Chaos sind wie die Erinnerungen an die Napalmbomben einer geopferten Generation.

Mit ihren Bildern begibt sie sich auf eine Reise, die sie nie beenden möchte. Malen, Zerstören, Auflösen: kein Ursprung , kein Ziel. Christine Jean verschiebt Horizonte, zerstört Landschaften und bricht mit den Konventionen klassischer Malerei und befreit sich Schritt für Schritt von dem, was sie mit der Vergangenheit verbindet.

Kreuze, Punkte, Striche bedecken zunächst Wasser und Land. Mischungen aus Gold, Wasser, Tusche und Säuren bilden Falten, Risse und Flecken und erzeugen Metamorphosen; neue künstliche Landschaften, die "Acides" entstehen. Der Betrachter erkennt Tierspuren, Baumstümpfe, Wolken, nicht gewollt und auch nicht wichtig. Wichtig ist für Christine Jean die Unordnung und die Gegensätzlichkeit, das explosive Chaos, das sich im Auge des Betrachters zu einer ästhetischen Ordnung wiederfindet.

Christine Jean liebt das Leben in den Falten, das Verschlingen, Vibrieren, Oxydieren, die stetige Veränderung. In der Reaktion des Augenblicks versucht sie, ihre Empfindungen auf den Punkt zu bringen, immer zweifelnd an dem was man sieht.

Auch wenn die "Acides" wie explosive Mischungen eines besessenen Forschers anmuten mögen, so vermag doch deren Essenz den Menschen aus der Trägheit herauszuholen.

Christine Jean lebt und arbeitet in Paris.

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