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Einzelausstellung: Claudia Rogge - Das Paradies der Zaungäste (vorbei)

5 März 2010 bis 24 April 2010
  Claudia Rogge - Das Paradies der Zaungäste
Claudia Rogge, "ISO 100118", 2010, Lambda on Alu-Dibond, 150 xy 200 cm, ed of 3
 
  Galerie Voss

Galerie Voss
Mühlengasse 3
40213 Düsseldorf
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)211-13 49 82
www.galerievoss.de


Die Ausstellung zeigt die jüngsten Werkserien "ISO" und "Das Paradies der Zaungäste".

Beide Serien schließen sich konsequent an die vorangegangenen Arbeiten aus den in den Jahren 2005 bis 2009 entstandenen Werkgruppen "Rapport", "UNIFORM", "Dividium" und "Chorelation" an. Diese Serien wurden zusammenfassend im Mai 2009 in einer umfangreichen Retrospektive im Moscow Museum of Modern Art gezeigt. Eine intensive Beschäftigung mit dem Thema "Masse und Individuum" gründet den Ausgangspunkt Claudia Rogges künstlerischer Tätigkeit. Konzentrierte sich die Reihe "Rapport" noch auf den formalen Aspekt dieses Themas, so änderte sich der Blick mit der Zeit eher in eine kontextuelle Richtung. Die dargestellten Personen dienen nicht mehr als Grundform eines Ornaments, sondern sind zu Rollenträgern geworden. Sie interagieren miteinander, formen bestimmte Gruppen, schließen einander ein oder grenzen sich aus. Hintergrund der neuen Serie "Das Paradies der Zaungäste" sind Überlegungen zu einer beschleunigten, im "Wettlauf" befindlichen Gesellschaft, die unermüdlich - Sisyphos vergleichbar - versucht, Ziele zu erreichen um sich Befriedigung zu verschaffen. Diese Erfüllung entpuppt sich jedoch als äußerst flüchtig, erweisen sich erreichte Ziele doch immer nur als Etappenziele. Die Serie "ISO" analysiert die Art und Weise, wie Menschen ihr Gegenüber beurteilen und in bestimmte Kategorien einordnen. Claudia Rogge hat einige Kategorien benannt und ihren Akteuren ermöglicht, sich gegenseitig zu kategorisieren und wortwörtlich "abzustempeln". Begleitend zu den fotografischen Arbeiten wird die Videoinstallation "One/More" gezeigt, die sich ebenso mit dem Thema "Individuum, Gruppe und Masse" beschäftigt. Während die Fotoarbeiten die endgültige Inszenierung der Masse zeigen, so beginnt die Videoinstallation mit der Darstellung der einzelnen Protagonisten, die sich über verschiedene Stationen hinweg mit den anderen Akteuren zu einer Masse formieren. Am Abend der Vernissage inszeniert die Künstlerin eine Performance. Eine uniformierte Menschengruppe marschiert im Gleichschritt vor den Ausstellungsräumen auf und ab, begleitet wird diese Parade von verschiedenen Text- und Musikstücken, mit denen die Straße laut beschallt wird. Vergleichbar zu den inszenierten Fotoarbeiten bringt die Künstlerin hier die Personen durch Musik, Bewegung und Kostüme in einen rhythmischen Gleichklang.
"One/More" ist eine Zusammenarbeit von Claudia Rogge und Peter Riese. Die Performance wurde von der Künstlerin gemeinsam mit Sebastian Neuhaus inszeniert.

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