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 Clegg & Guttmann, Mechanical Bull/ Cognitive Exercise No.36 – Rus in urbe, Ausstellungsansicht 2009 | | |
Das Künstlerduo Clegg & Guttmann (beide 1957) arbeitet seit 30 Jahren mit einem Kunstbegriff, der als "sozialkommunikativer Prozess" verstanden werden kann, wobei sie sich nicht nur mit spezifischen urbanen Räumen auseinandersetzen, sondern mit der Struktur von Öffentlichkeit an sich. Der Begriff Spontaneous Opera bezeichnet jene Projekte, die in erster Linie als Events betracht werden. Im Gegensatz dazu subsummiert der Begriff Social Sculpture Objekte im entsprechend erweiterten Sinn. Eine dritte Klassifizierung ihrer Projekte ist ihre Einstufung als Community Portraits; in diesem Fall gelten sie als intendierte Aktionen, in denen es um Repräsentation geht. Diese drei Begriffe stehen nicht für essenzielle Eigenschaften der Arbeit selbst, sondern für die verschiedenen Haltungen ihrer Produzenten oder Empfänger. Einige Projekte von Clegg & Guttmann sind Rekontextualisierungen anderer, in einer der vielen Bedeutungen dieses Begriffs. Ort und Art der Präsentation stellen ihre Arbeiten in einen diskursiven Kunstkontext, was sie von einer rein sozialen Intervention unterscheidet und sie an einer Bruchstelle in der Wahrnehmung zwischen gesellschaftspolitischer Aktion und künstlerischer Skulptur ansiedelt.
In der kommenden Ausstellung konzentrieren sich die Künstler vorwiegend auf Social Sculpture Objekte und den partizipatorischen Aspekt in ihren Arbeiten. Beispielhaft kann das Kunstwerk 'Mechanical Bull / Cognitive Exercise No.36 - Rus in urbe' gelten, welches die Besucher auffordert, mit der Arbeit in Interaktion zu treten. Die Installation ist als 'cognitive exercise' konzipiert, die den Betrachtern beim Fokus auf die eigene Welt-Wahrnehmung helfen will und eine Gesamterfahrung aus intellektuellen, emotionalen und körperlichen Kompontenten zu generieren versucht. |