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Gruppenausstellung: Continental Drift I & II - Konzeptkunst in Kanada: Die 1960er und 70er Jahre (vorbei)

19 April 2013 bis 8 September 2013
  Continental Drift I & II - Konzeptkunst in Kanada: Die 1960er und 70er Jahre
General Idea, Light On
(Double Mirror) , 1971
 
  Badischer Kunstverein

Badischer Kunstverein
Waldstr. 3
76133 Karlsruhe
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)721 - 28 226
www.badischer-kunstverein.de


Teil I: 19.04.-23.06.2013
Eröffnung: Donnerstag, 18. April, 19 Uhr

Teil II: 28.06.-08.09.2013
Eröffnung: Donnerstag, 27. Juni, 20 Uhr

Umbau: 24.06.-26.06.
Teile der Ausstellung sind durchgehend geöffnet.

Der Badische Kunstverein zeigt vom 28. Juni bis 8. September 2013 den zweiten Teil der Ausstellung „CONTINENTAL DRIFT. Konzeptkunst in Kanada: Die 1960er und 70er Jahre“. Mittels eines breiten Spektrums an unterschiedlichen Formaten und Medien beleuchtet die Ausstellung die künstlerischen Praktiken, die innerhalb der zeitgenössischen Kunst in Kanada von besonderer Wichtigkeit waren, sich aber auch mit den internationalen Entwicklungen immer wieder berührten.

Mit dem zweiten Teil wird die Ausstellung um zwei Kapitel erweitert. Der zentrale Bereich, der den Gesamtkontext setzt, nimmt künstlerische Auseinandersetzungen mit Landschaft, Geografie und Orten in den Blick und damit Themen, die sich aufgrund der enormen geografischen Distanzen in Kanada im gesamten intellektuellen Wirken des Landes offenbarten. Einen der neuen Themenschwerpunkte bildet das Verhältnis von Konzeptkunst und Körperpolitik vor dem Hintergrund feministischer und queerer Strategien. In diesem Ausstellungsabschnitt werden nicht nur frühe feministische Werke von Künstlerinnen wie Kate Craig, Suzy Lake, Lisa Steele und Martha Wilson präsentiert, sondern es geht auch um die Schnittstelle zwischen Sprache und Körper. Weiterhin sind dort Videos der frühen Body-Art und Performancekunst von Vito Acconci, Colin Campbell und Tom Sherman zu sehen. Im zweiten neuen Abschnitt werden von Künstlern initiierte Räume und Künstlerkollaborationen vorgestellt. Dazu gehören ebenso alternative Publikationsprojekte wie unternehmerische Aktivitäten im künstlerischen Kontext. Höhepunkte sind hier die Unternehmungen von N.E. Thing Co. und General Idea sowie Vincent Trasovs Mr.-Peanut-Kampagne für die Bürgermeisterwahlen in Vancouver.

CONTINENTAL DRIFT ist nicht nur die erste umfassende Ausstellung kanadischer Konzeptkunst in Europa, für die alle drei Etagen des Kunstvereins mit Arbeiten von über 100 KünstlerInnen bespielt werden, sondern ist außerdem ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm, mit dem die einzelnen Themenkomplexe der Ausstellung durch Gastvorträge, Künstlergespräche, Workshops, Performances und Filmscreenings vertieft werden. So wurde der erste Teil der Ausstellung unter anderem durch Vorträge von Ian Wallace, Tabea Metzel (über Joyce Wieland), Garry Neill Kennedy, Iain Baxter& (N.E. Thing Co.) sowie ein Gespräch zwischen Garry Neill Kennedy und Kasper König ergänzt. Die Videomitschnitte dieser Veranstaltungen sind im Foyer des Badischen Kunstvereins für die Besucher einsehbar.

Anlässlich der Eröffnung des zweiten Ausstellungsteils beschäftigt sich der renommierte Kunsthistoriker Alexander Alberro in seinem Vortrag „Conceptual Art & Language“ am Donnerstag, den 27. Juni um 18.30 Uhr mit dem Verhältnis von Konzeptkunst und Sprache. An den auf die Eröffnung folgenden Tagen sind mit Suzy Lake und Lisa Steele zwei feministische Künstlerinnen der ersten Stunde mit jeweils einem Vortrag und einem Workshop zu Gast im Badischen Kunstverein. Gegen Ende der Ausstellung folgen ein Vortrag von AA Bronson und eine Performance von Ian Murray.

CONTINENTAL DRIFT widmet sich einer bislang unterrepräsentierten Periode kana- discher Kunst und versteht sich als Beitrag innerhalb der aktuellen internationalen Bestrebungen, sich mit der so wichtigen, bislang aber noch unvollendeten Erforschung der Konzeptkunst zu befassen. Die Ausstellung reiht sich in die fortlaufende Auseinandersetzung des Programms des Badischen Kunstvereins mit der Geschichte der Konzeptkunst ein („Why here is always somewhere else“, 2008 und „Nancy Holt: Sightlines“, 2011). Im Rahmen dieser Beschäftigung mit der globalen Ge- schichtsschreibung der Konzeptkunst zeigt die Ausstellung das diskursive Potenzial auf, das durch die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Zentrum und Peripherie sowie durch die lokalen Perspektiven entsteht. So lässt sich die Ausstellung als wichtige Fallstudie begreifen, die im Zusammenspiel mit den internationalen Forschungsaktivitäten zu einem erweiterten Verständnis der Kunstgeschichte beitragen kann, das sich aus der Betrachtung regionaler Strategien im Kontext der Globalisierung entwickelt.

Im Anschluss an das Projekt entsteht eine von Dexter Sinister gestaltete Publikation.



Kuratiert von Barbara Fischer (Justina M. Barnicke Gallery, Hart House, University of Toronto) und Anja Casser (Badischer Kunstverein, Karlsruhe) in Kollaboration mit Grant Arnold (Vancouver Art Gallery, Vancouver), Vincent Bonin (Freier Kurator, Montreal), Catherine Crowston (Art Gallery of Alberta, Edmonton), Michèle Thériault (Leonard & Bina Ellen Art Gallery, Montreal) und Jayne Wark (NSCAD University, Halifax).

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Vito Acconci, Bas Jan Ader, David Askevold, John Baldessari, Bruce Barber, Arthur Bardo und Gary Coward, Marcella Bienvenue, Robert Bowers, Wallace Brannen, Eric Cameron, Colin Campbell, Ian Carr-Harris, Melvin Charney, Tim Clark, Robin Collyer, Carole Condé und Karl Beveridge, Michael de Courcy, Sylvain P. Cousineau und Francis Coutelier, Kenneth Coutts-Smith, Kate Craig, Stephen Cruise, Greg Curnoe, Max Dean, Tom Dean, Jean-Marie Delavalle, Jan Dibbets, Christos Dikeakos, Brian Dyson, Dean Ellis, Gathie Falk, Gerald Ferguson, Michael Fernandes, Vera Frenkel, Jeff Funnell, Charles Gagnon, General Idea, Raymond Gervais, Dan Graham, Rodney Graham, John Greer, Hans Haacke, Noel Harding, John Heward, Douglas Huebler, Image Bank (Michael Morris und Vincent Trasov), Carole Itter, Richards Jarden, Bill Jones, Pat Kelly, Garry Neill Kennedy, Roy Kiyooka, Robert Kleyn, Suzy Lake, Gordon Lebredt, Les Levine, Glenn Lewis, Sol LeWitt, Lee Lozano, Ken Lum, Duane Lunden, Don Mabie, Allan Harding MacKay, Arnaud Maggs, John McEwen, Bruce McLean, Albert McNamara, Ian Murray, N.E. Thing Co., Gunter Nolte, Dennis Oppenheim, Andy Patton, Harold Pearse, Clive Robertson, Martha Rosler, Tom Sherman, Robert Smithson, Michael Snow, Lisa Steele, Françoise Sullivan, David Tomas, Serge Tousignant, John Van Saun, Bill Vazan, Jeff Wall, Ian Wallace, Theodore Wan, Douglas Waterman, John Watt, Lawrence Weiner, Irene F. Whittome, Joyce Wieland, Martha Wilson, Paul Woodrow, Jon Young, Tim Zuck.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.
Mit freundlicher Unterstützung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, das Canada Council for the Arts, das Ontario Arts Council und die Botschaft von Kanada, Berlin.

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