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Gruppenausstellung: Cosmo- Logic (vorbei)

29 Oktober 2005 bis 3 Dezember 2005
  Cosmo- Logic
Christian Andersen
 
  Galerie Jette Rudolph

Galerie Jette Rudolph
Strausberger Platz 4
10243 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 - 613 03 887
www.jette-rudolph.de


PRESSEMITTEILUNG

29.Oktober- 03.Dezember 2005
Eroeffnung am Freitag, d. 28.Oktober 2005, 18- 21 Uhr

Cosmo- Logic

Christian Andersen, Karsten Konrad, Michael Kunze, Dennis Rudolph, Caro Suerkemper, Alex Tennigkeit

Eröffnung: Freitag, 29. Oktober 2005, 19- 22 Uhr
Ausstellungsdauer: 28. Oktober bis 3. Dezember 2005

Die Gruppenausstellung "Kosmo Logic" versammelt sechs ausgewählte Künstlerposi tionen, um die aktuelle Tendenz der Verschränkung individueller und tradierter Weltordnungen im aktuellen künstlerischen Schaffen zu beschreiben.

Cristian Andersen (*1976/ DK) kreiert in seinen großformatige Papierarbeiten ein Labyrinth traumatischer Landschaftsassemblagen bestehend aus filigran gezeichneten Baumgruppen und Steinformationen bebaut mit absurden Konstruktionen hölzerner Balkengerüste, die vom feinen Geäst der Trauerweide oder dem nebulösen Staub gesprayter Schatten verhangen sind. Das dazu arrangierte Objekt zeigt einen in gläserne Prismen zerlegten Schädel liegend auf einem biedermeierartigen gedrechselten Tischchen.

Karsten Konrad (*1962/ D) kommt von der Freien Plastik mit einer besonderen Affinität zur Architektur. In seinen hermetisch kubenartigen Objekten und mehrteilig installativen Land-schaften sowie seinen direkten Eingriffen in eine Lokalität lotet er die Grenzen zwischen Raum und Skulptur aus. Die Ausstellung zeigt neueste Arbeiten Konrads, die stärker das Os-zillieren zwischen Zwei- und Dreidimensionalität provozieren. Prägnant ist Konrads konstruk-tiv und collageartige Verwendung von Fundstücken verschiedenster Einrichtungsgegenstän-de, die mit Aufklebern, Absplitterungen und farbigen Lackierungen von ihrer individuellen Hi-storie erzählen. "Formal scheinen seine Arbeiten der minimalistische Skulptur nahe." (A.C.Gebbers)

Stephan Berg vergleicht die Malerei von Michael Kunze (*1961/ D) mit dem die Zeit des 15.- 19.Jhs prägenden künstlerischen Diskurs der mimetischen Strategie als subversive Darstel-lung der Realität und deren Fokus auf ein doppelte Bildfunktion: "Der Emanzipierung des künstlerischen Vorgehens zur individuellen, selbstverfügten Setzung, und gleichzeitig der Erhöhung der banalen Faktizität des gegebenen Wirklichen zum umfassend geordneten Sinnhorizont." In der Ausstellung zeigt Kunze eine seiner typischen scheinbar hermetischen konstruierten und von surrealen Szenerien bevölkerten Landschaften mit Architektur.

Dennis Rudolph (*1979/ D) hat sich dem geistig- transzendentalen Medium der Zeichnung und Druckgraphik verschrieben, welches er in einer auffallend naturalistischen Manier vor-führt und an kunsthistorische Vorläufer des Mittelalters ebenso denken läßt wie an aktuelle Beispiele des Comic und Sciencefiction. Um den Charakter eines musealen Kabinetts zu assoziieren arrangiert der Künstler seine Arbeiten in von Patina überzogenen Rahmen und inform von Gruppen einer scheinbar logischen Genealogie folgend. Dennis Rudolph arbeitet in seinen Werkgruppen stets an einer Hinterfragung des Mediums Bild als einer Instanz öffentlicher Repräsentation, Akklamation und Kritik, respektive ana-lysiert er dessen Formen der rhetorischen, symbolischen, literarischen, technischen wie historischen Verwendung.

Caro Suerkemper (*1965/ D) schöpft ihre Bildideen aus ihren emotionalen Assoziationen, die sie auf der Grundlage von Vorlagen aus neuen und alten Zeitungen, Magazinen, Schul-fibeln, kuklturhistorischen Büchern, Kinder- und Märchenbüchern schöpft. Ihr Hauptmotiv sind Frauen und Mädchen, die sie auf ihre geschlechtliche Konnotation hin untersucht, in-dem sie sie in verschiedenste Rollenspiele verwickelt als Braut, Bondage, Catcherin, verfüh-rerisch im Mieder oder kartoffelschälend. Das kleine Format der Gouache "transportier(t) besser als jedes große Gemälde die geistige und emotionale Tiefe, die Caro Suerkemper sucht." (Karin Schick)

Auch Alex Tennigkeit (*1976) baut in die Galerie eine aus Kalksandsteinen konstruierte Hütte ein, die den Charakter einer Wegesrandkapelle oder Eremitenklause assoziiert. Diese birgt ein wappenartiges Holzrelief, das die fetischartig aufgeladenen Motive langer Frauen-beine und einer Automotorhaube kombiniert mit einem romantisierenden Singvogel zitiert. In einer installativen Hängung von Gouachen visualisiert die Künstlerin ihre persönliche Ikono-graphie rätselhafter Zeichencodes und collagiert in Frottagetechnik Bild- und Textfragmente zu komplexen Zusammenhängen. "Subjektiv und assoziativ reflektiert sie den Umgang ihrer Generation mit Themen wie Liebe, Tod, Spiritualität, Natur, Gewalt, Macht und Identität." (Nina Mücke)

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