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Einzelausstellung: Dado - Danse Macabre (vorbei)

21 April 2012 bis 24 Juni 2012
  Dado - Danse Macabre
Dado
Frida, 1973
Courtesy Galerie Jaeger Bucher/Jeanne-Bucher, Paris
© VG Bild-Kunst, Bonn 2012
 
  Kunsthalle Düsseldorf

Kunsthalle Düsseldorf
Grabbeplatz 4
40213 Düsseldorf
Deutschland (Stadtplan)

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www.kunsthalle-duesseldorf.de


Da­do (Miodrag Dju­ric, 1933-2010) wur­de in Mon­te­ne­gro ge­bo­ren und kam 1956 nach Pa­ris, Er wur­de als Künst­ler von Jean Du­buf­fet, von Ber­nard Réquichot und Horst Ka­li­now­ski un­ter­stützt und vom Ga­le­ris­ten Da­ni­el Cor­dier ge­för­dert, des­sen Ga­le­rie auch der Schau­platz sei­ner ers­ten Ein­zel­aus­stel­lung im Jah­re 1958 war. Ab 1960 leb­te und ar­bei­te­te er in ei­ner al­ten Müh­le in der Nor­man­die. Hier ent­stan­den sei­ne Ge­mäl­de, Zeich­nun­gen und Druck­gra­fi­ken - sur­rea­le Bil­der, Dar­stel­lun­gen ei­nes fan­tas­ti­schen Hor­rors, bru­tal und exis­ten­zi­ell. Da­do, der seit 1962 auch mit Hans Bell­mer und Uni­ca Zürn be­freun­det war, be­zeich­net sich als ei­nen "Phi­lo­so­phen al­les Ver­dreh­ten".

Sei­ne häu­fig alb­traum­haf­ten, be­ses­se­nen Bil­der sind stark mit dem Sur­rea­lis­mus ver­wandt und in ihm ver­wur­zelt. Ih­nen ist ei­ne tie­fe Me­lan­cho­lie ei­gen, die al­len Le­be­we­sen in­ne­wohnt und zu­gleich Aus­druck von kom­pro­miss­lo­ser Hu­ma­ni­tät ist. Da­dos Bil­der stel­len ein Ge­wim­mel mensch­li­chen Elends dar, das durch ei­ne Viel­zahl un­ge­stü­mer und gro­tes­ker Mons­ter, son­der­ba­rer Ge­schöp­fe be­völ­kert ist. Die Men­schen sind de­ge­ne­riert, ver­quol­len und ver­wach­sen, auf­ge­dun­sen und zer­hackt. Fleisch­li­che Struk­tur ist auf­ge­löst, die Tu­schestri­che deu­ten ei­ne Trans­pa­renz an, in de­ren opa­ker Ab­sur­di­tät das Grau­en fest­ge­schrie­ben und zu­gleich neu form­bar auf­scheint. Die For­men zer­flie­ßen und cha­rak­te­ri­sie­ren häu­fig ei­nen ka­ta­stro­pha­len Zu­stand der see­li­schen Zer­stü­cke­lung und des leib­li­chen, grau­sa­men Zer­falls. In ei­ner Zeit, die von in­for­mel­ler Abs­trak­ti­on ge­prägt war, wur­de Da­do für Künst­ler ei­ner neu­en Fi­gu­ra­ti­on wie Eu­gen Schö­ne­beck oder Ge­org Ba­se­litz zu ei­nem wich­ti­gen Vor­bild. Die Kunst­hal­le zeigt ei­ne Aus­wahl sei­ner frü­hen Zeich­nun­gen aus den 1960er Jah­ren.

Zur Aus­stel­lung er­scheint ein Ka­ta­log.

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