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Einzelausstellung: Danja Akulin - V.I.P.R.I.P. (vorbei)

2 September 2010 bis 3 Oktober 2010
  Danja Akulin - V.I.P.R.I.P.
Danja Akulin
 
www.galerie-schultz.de Galerie Michael Schultz

Galerie Michael Schultz
Mommsenstr. 34
10629 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)30 - 31 99 13 0
www.galerie-schultz.de


Danja Akulin wurde 1977 in St. Petersburg geboren und studierte von 2000 bis 2006 an der Universität der Künste in Berlin bei Georg Baselitz und Daniel Richter.

Nachdem die Galerie in den vergangenen Jahren immer wieder erfolgreich mit dem Künstler zusammengearbeitet hat, freuen wir uns nun ganz besonders, Danja Akulin mit einer Einzelausstellung in unseren Räumen präsentieren zu können.

Mit einfachen Mitteln Großes zu schaffen, das kennzeichnet die Kunst Danja Akulins. Es ist lediglich der Bleistift, der ihm als Werkzeug dient, um sich mit den verschiedensten Themen und Motiven auseinander zu setzen. Mit dieser Wahl geht die freiwillige Beschränkung auf Schwarz und Weiß einher und damit der Verzicht auf Farbe, als primäres Ausdruckmittel des Malers. Doch von Malerei möchte man bei seinen Arbeiten zunächst gar nicht sprechen, zumal sie in Bleistift auf Papier gehalten sind.

Sicher stehen Akulins Arbeiten in der ehrwürdigen Tradition des disegno als unmittelbarem Ausdruck künstlerischer Kreativität. Zugleich fehlen ihnen aber die charakteristischen Merkmal der Zeichnung, die Linie und klar umgrenzte Fläche. Denn so viel Macht und Autonomie räumt Akulin der einzelnen Linie nicht ein. Form generiert er nicht durch einen einzelnen Strich, sondern durch größere Dichte vieler kleiner Linien hier und geringere Dichte dort. So scheint es fast ein demokratischer Prozess zu sein, indem viele kleine Elemente durch ihre Zusammensetzung über das Motiv des Bildes entscheiden.

Optisch bewirkt dies eine sehr malerische Qualität, die an das Sfumato Leonardos erinnert, der seine Werke in nebligen Dunst hüllte und ihnen damit eine besondere Weichheit verlieh. Diese Weichheit geht in manchen Bildern Akulins eine wundervolle Symbiose mit dem Motiv ein, zum Beispiel, wenn schneeverwehte Straßen dargestellt sind. In anderen Fällen steht sie in überraschendem Widerspruch, so wenn Zeichen des Alltags, wie Buchstaben, Zahlen oder Barcodes, deren Klarheit funktionsimmanent ist, ihre Schärfe verlieren.

Neben diesen malerischen Qualitäten, ist es auch die ausgesprochene Großformatigkeit der Arbeiten Akulins, die auf Leinwände aufgezogen die Gattungsgrenzen verschwimmen lässt, so dass der Künstler hier einmal mehr jeglichen Absolutheitsanspruch konterkariert.

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