Language and login selector start
Language and login selector end

Gruppenausstellung: Das Ohr von Giacometti (Post-)Surreale Kunst von Meret Oppenheim bis Mariella Mosler (vorbei)

2 November 2010 bis 18 Februar 2011
  Das Ohr von Giacometti (Post-)Surreale Kunst von Meret Oppenheim bis Mariella Mosler
Meret Oppenheim, Das Ohr von Giacometti
 
  LEVY Galerie

LEVY Galerie
Osterfeldstrasse 6
22529 Hamburg
Deutschland (Stadtplan)

E-Mail senden
tel +49 - (0) 40 - 45 91 88
www.levy-galerie.de


PRESSE INFORMATION

LEVY Hamburg freut sich sehr anlässlich des 40jährigen Galeriejubiläums die folgende Ausstellung zu zeigen,

Das Ohr von Giacometti
(Post-)Surreale Kunst von Meret Oppenheim bis Mariella Mosler

Die von Belinda Grace Gardner kuratierte Ausstellung Das Ohr von Giacometti - (Post-)Surreale Kunst von Meret Oppenheim bis Mariella Mosler knüpft lose an die Exposition surréaliste d'objets an, die ihrerseits die Wunderkammern des Barock weiterführt.

"Der Titel bezieht sich auf ein Bronze-Objekt desselben Namens in der Form eines Ohrs, das Meret Oppenheim 1933 nach einer Zeichnung schuf, die sie angeblich in Giacomettis Pariser Atelier angefertigt hatte. Das Objekt und die Zeichnung der Künstlerin, deren Nachlass von der LEVY Galerie betreut wird, bilden den Ausgangspunkt einer Zusammenstellung von Werken ausgewählter Künstlerinnen und Künstler, die durch den Geist des Surrealismus über die Epochen hinweg verbunden sind. Damit wird anlässlich des 40jährigen Bestehens der LEVY Galerie ein zentraler Themenstrang des Ausstellungsprogramms ins Schlaglicht gerückt. Arbeiten langjährig vertretener Künstlerinnen und Künstler der Galerie treten dabei in einen Dialog mit internationalen Gast-Positionen." (Belinda Grace Gardner)

Die freie Kunstkritikerin und Autorin Belinda Grace Gardner lebt in Hamburg und war u.a. die Kuratorin der Ausstellung True Romance: Allegorien der Liebe von der Renaissance bis heute (Kunsthalle Wien, Villa Stuck, München und Kunsthalle Kiel).

Das Ohr von Giacometti (Post-)Surreale Kunst von Meret Oppenheim bis Mariella Mosler

Ausstellung zum 40jährigen Bestehen der LEVY Galerie (Hamburg/Berlin)

Im Mai 1936 zeigte Galerie Charles Ratton in Paris die Exposition surréaliste d'objets - die erste Ausstellung, die sich ausdrücklich der Präsentation surrealistischer Objekte widmete. Inszeniert von Surrealisten-Wortführer André Breton, bot das siebentägige Ereignis eine Grenzen sprengende Kombination unterschiedlichster Ausstellungsstücke, von Marcel Duchamps Flaschentrockner über Skulpturen von Picasso und Max Ernst bis hin zu Kristallen, Vogeleiern, exotischen Pflanzen und Artefakten, darunter Masken, Fetische und andere Kult-Objekte aus fernen Kontinenten. Zu den Exponaten dieser Kultur und Medien übergreifenden Gegenüberstellung gehörte auch Meret Oppenheims berühmte Pelztasse, die in der Schau vom Gründungsdirektor des Museum of Modern Art Alfred H. Barr entdeckt und umgehend für die Sammlungsbestände des New Yorker Hauses erworben wurde.

Die Ausstellung Das Ohr von Giacometti - (Post-)Surreale Kunst von Meret Oppenheim bis Mariella Mosler knüpft lose an die Exposition surréaliste d'objets an, die ihrerseits die Wunderkammern des Barock weiterführt. Der Titel bezieht sich auf ein Bronze-Objekt desselben Namens in der Form eines Ohrs, das Meret Oppenheim 1933 nach einer Zeichnung schuf, die sie angeblich in Giacomettis Pariser Atelier angefertigt hatte. Das Objekt und die Zeichnung der Künstlerin, deren Nachlass von der LEVY Galerie betreut wird, bilden den Ausgangspunkt einer Zusammenstellung von Werken ausgewählter Künstlerinnen und Künstler, die durch den Geist des Surrealismus über die Epochen hinweg verbunden sind. Damit wird anlässlich des 40jährigen Bestehens der LEVY Galerie ein zentraler Themenstrang des Ausstellungsprogramms ins Schlaglicht gerückt. Arbeiten langjährig vertretener Künstlerinnen und Künstler der Galerie treten dabei in einen Dialog mit internationalen Gast-Positionen.

Mit einem Fokus auf dreidimensionalen Exponaten, Objekten und Assemblagen untersucht die Ausstellung die Wechselbeziehungen zwischen "klassischen" Protagonistinnen und Protagonisten der Avantgarde wie Meret Oppenheim oder Nouveaux-Réalistes-Mitbegründer Daniel Spoerri und Künstlerinnen und Künstlern, die aktuell (post-)surreale Ansätze praktizieren. Unter diesen ist auch die Hamburger Documenta-X-Teilnehmerin Mariella Mosler, deren Skulpturen, Zeichnungen und Installationen in einem komplexen Bezugssystem operieren. In der Ausstellung wird eine Auswahl von Masken aus einer jüngeren Werkgruppe der Künstlerin zu sehen sein, in denen die heutigen Bildwelten von Horrorfilmen, Comics und Computerspielen mit traditionellen Stilelementen aus afrikanischen und ozeanischen Kulturen sowie modernistischen Konzepten zusammenfließen. Daniel Spoerris hintergründige Collagen treffen wiederum auf das vielfach gebrochene Spiegelgewand von Horst Hellinger aus der Sammlung Falckenberg. Während Victor Brauners und Man Rays phantasmagorische Traumvisionen mit den eigenwilligen Objekt-Portraits von Thorsten Brinkmann konfrontiert werden.

Die Ausstellung Das Ohr des Giacometti beruht auf der Idee, dass die Energien von Fantastic Art, Dada, Surrealism, die in der gleichnamigen Schau 1936/37 im Museum of Modern Art erstmals einem breiten Publikum außerhalb Europas vorgestellt wurden, nichts von ihrer subversiven, Bild stiftenden Kraft eingebüßt haben. Im Zentrum steht die Frage, welche neuen und überraschenden Manifestationen die transformierende Dynamik, in der die Ästhetik von Dada ebenso wurzelt wie die des Fantastischen und Surrealen, in unserer post-surrealen Zeit findet. Die Gestaltung der Ausstellung, die in den Hamburger Räumen der LEVY Galerie am 1. November 2010 eröffnet wird, ist zugleich als zeitgenössischer Verweis auf die magischen Bezugssysteme der historischen Wunderkammern und als Hommage an André Bretons Bahn brechende Exposition surréaliste d'objets konzipiert.

Kuratorin: Belinda Grace Gardner, Hamburg

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler (Auswahl):
Eva Aeppli, Arman, Hans Bellmer, Joseph Beuys, Peter Blake, Louise Bourgeois, Victor Brauner, Thorsten Brinkmann, Jürgen Brodwolf, Marcel Broodthaers, César, Joseph Cornell, Salvador Dalí, Marcel Duchamp, Friedrich Einhoff, Max Ernst, Jan Fabre, Lucio Fontana, Alberto Giacometti, Horst Hellinger, Rebecca Horn, Allen Jones, Jannis Kounellis, René Magritte, Joan Miró, Mariella Mosler, Meret Oppenheim, C. O. Paeffgen, Francis Picabia, Picasso, Man Ray, Dieter Roth, Kurt Schwitters, Kiki Smith, Carolein Smit, Daniel Spoerri, Annette Streyl, Jean Tinguely, Vlad, Unica Zürn

Hinweis: Die Liste ist eventuell unvollständig!  Bitte melden Sie fehlende Informationen

  • ArtFacts.Net - Ihr erfahrener Kunst-Dienstleister

    Seit dem Start in 2001 hat ArtFacts.Net™ in Zusammenarbeit mit internationalen Kunstmessen, Galerien, Museen und Künstlern eine anspruchsvolle Künstlerdatenbank entwickelt.