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Einzelausstellung: David Rabinowitch - The Altan Group (vorbei)

12 Mai 2005 bis 30 Juni 2005
  David Rabinowitch - The Altan Group
David Rabinowitch, Althan - Ruthe
 
www.galerie-lindner.at Galerie Lindner

Galerie Lindner
Schmalzhofgasse 13/3
1060 Wien
Österreich (Stadtplan)

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www.galerie-lindner.at


Der 1943 in Toronto / Canada geborene David Rabinowitch ist als Bildhauer bekannt geworden.

Doch immer schon war ihm ein besonderes Anliegen auch die Zeichnung. So gibt es einen Zyklus von Zeichnungen romanischer Kirchen und einen im Jahr 1972 entstandenen von Bäumen im Central Park.

Über die in den Jahren 2002 –2004 entstandene Altan Group, die aus 3 Mappen mit insgesamt
13 handgedruckten Holzschnitten auf Japanpapier besteht, schreibt Georg Imdahl:

Es liegt auf der Hand, dass sich die Gattung Holzschnitt naturgemäß an dem Gegenstand Baum besonders glaubwürdig einsetzen lässt. Was man in diesen Blättern wohl zuerst sieht, ist die Schönheit von Farbe und Licht. Offensichtlich ist der Anspruch in den Blättern der "Altan Group", im Unterschied zu den Sakralbauten nun ausdrücklich kontingente Ordnungen der Welt zum Ausgangspunkt zu nehmen für Ordnungen, die sich auf der Fläche formulieren lassen. Spontan kann man in manchen dieser Blätter Umrisse, Formen, Figurationen ausmachen, die man so oder ähnlich auch in den Bodenskulpturen antreffen könnte. Es bereitet wenig Mühe, sich etwas eingehender in diese Blätter einzusehen, so dass man das Motiv "Baum" alsbald übersieht. Dieses Hinwegsehen über den Gegenstand, das nur noch ein formales Figur-Grund-Verhältnis zum Vorschein bringen würde, ist aber in den Holzschnitten nicht dogmatisch angelegt. Ich denke, es geht auch in diesen Blättern um Ordnungen und Subordnungen, die, je länger man hinsieht, sich von dem Naturhaften lösen. Das Gesehene wird abstrakt, autonomisiert sich. Zugleich wird der Blick in manchen der Blätter wie zum Beispiel in jenem der Einladungskarte gereizt durch eine Ornamentik, von der das unschuldige Auge letztlich ja gar nicht weiß, wie streng abbildlich sie eigentlich gefasst ist – ja, ob es sich überhaupt um einen 1:1 wiedergegebenen Eindruck handelt. (Mich erinnert dieses Blatt übrigens ein bisschen an den jungen Mondrian, der in Baumansichten ebenfalls Ornament und Konstruktion miteinander verbunden hat in dem Versuch, Ordnungen in der Natur und im Zufälligen, Übergänglichen zu entdecken, um diese dann von der Natur abzukoppeln). Im Oszillieren zwischen dem abbildlichen Sujet des Baumes und der Autonomie der Formen und Umrisse zeigt sich eine wesentliche Erfahrung der "Altan Group". Was wir wahrnehmen, scheint sich in einem Zwischenraum von Gegenstand und konkreter, selbstgenügsamer Form abzuspielen.

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