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Gruppenausstellung: Die Zeit der Avantgarden - Aus den Sammlungen des Museum Sztuki, Łódz (vorbei)
11 Juni 2006 bis 17 September 2006
  Die Zeit der Avantgarden - Aus den Sammlungen des Museum Sztuki, Łódz
Fernand Léger, Zwei Profile, 1926, Öl auf Leinwand, 80 x 60 cm
 
  Sprengel Museum Hannover

Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)511-168 - 4 38 75
www.sprengel-museum.de


Die Zeit der Avantgarden
Aus den Sammlungen des Museum Sztuki, Łódz

11. Juni – 17. September 2006

Pressekonferenz: Donnerstag, 8. Juni 2006 11:00 Uhr
Eröffnung: Sonntag, 11 Juni 2006 11:15 Uhr

Das Museum Sztuki im polnischen Łódz' ist das erste Museum für moderne Kunst in Osteuropa. Seine Geschichte beginnt im Jahre 1930, als das Städtische Museum für Geschichte und Kunst in Łódz' eröffnet wurde. Bereits dessen erste Ausstellung zeigte Werke von Wladyslaw Strzeminski und Katarzyna Kobro, beide Mitglieder der Gruppe "a.r.". Durch ihre Initiative wurde das Museum der Ort einer erstklassigen internationalen Sammlung moderner Kunst. Diese Sammlung wurde in Polen und in ganz Europa zusammengetragen, vor allem in Paris, wo zwei weitere Mitglieder der Gruppe lebten und arbeiteten – Henryk Stazewski und Jan Brzekowski. Seit 1930 trafen die geschenkten Werke in ?ódz' ein. Michel Seuphor, der an der Zusammenstellung der Werke beteiligt war, hat darauf hingewiesen, dass dies nach dem "Abstrakten Kabinett" im damaligen Provinzialmuseum Hannover der zweite dauerhafte Präsentationsort von Avantgarde-Kunst überhaupt gewesen ist. Hans Arp, Alexander Calder, Sonia Delaunay, Theo van Doesburg, Fernand Léger, Amédée Ozenfant, Pablo Picasso, Kurt Schwitters oder Sophie Taeuber-Arp stifteten ebenso Werke wie die osteuropäischen Künstler Wladyslaw Strzeminski, Katarzyna Kobro, Henryk Stazewski, Karol Hiller oder Stanislaw Ignacy Witkiewicz.

1935 wurde Marian Minich Direktor des Museums. Unter seiner Ägide wurden die Sammlungen des Museums durch Ankäufe systematisch erweitert. Zwischen 1939 und 1945, während der Besetzung Polens, war das Museum unter deutscher Verwaltung. Die Sammlung moderner Kunst, nun als "entartete" und "jüdische" Kunst denunziert, blieb in großen Teilen erhalten; einige Arbeiten wurden allerdings zerstört oder sind heute verschollen. Seit Juni 1948 war sie wieder öffentlich zugänglich.

Das Museum Sztuki ist nach dem Krieg international als besonders wichtiger Ort des Austausches zwischen Künstlern vieler Nationalitäten bekannt geworden. Unter der Ägide Richard Stanislawskis, der in vielen internationalen Organisationen präsent war, hat es sich bereits in den 1960er Jahren dem Westen geöffnet.

Die Meisterwerke aus der Sammlung des Museums, die nun für einige Monate zu Gast in Hannover sein werden, sind wie ein enger Familienbesuch: Trifft doch diese Sammlung erstmalig auf jenen Ort, an dem der erste Raum für die Präsentation der Moderne mit dem "Kabinett der Abstrakten" von El Lissitzky realisiert worden ist. In der Ausstellung sind Werke von Wladyslaw Strzeminski, Katarzyna Kobro, Henryk Stazewski, Karol Hiller, Henryk Berowi, Waczlaw Szpakowski, Hans Arp, Willi Baumeister, Serge Charchoun, Sonia Delaunay, Theo van Doesburg, Max Ernst, Jean Gorin, Jean Helion, Vilmos Husar, Fernand Léger, Louis Marcousis, Amédée Ozenfant, Enrico Prampolini, Kurt Schwitters, Kurt Seligmann, Sophie Taeuber-Arp, Georges Vantongerloo, Georges Valmier und Hendric Nicolas Verkmann enthalten.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher und polnischer Sprache.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Muzeum Sztuki, Łódz und dem Adam-Mickiewicz-Institut, Warschau.



Weitere Informationen: Presse und Öffentlichkeit

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