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Einzelausstellung: Dieter Rehm (vorbei)

17 März 2007 bis 12 Mai 2007
  Dieter Rehm
Dieter Rehm, "HongKong"
 
  Galerie Andreas Binder

Galerie Andreas Binder
Knöbelstr. 27
80538 München
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)89 - 21 93 92 50
www.galerieandreasbinder.de


New Works

Als erste Einzelausstellung in den neuen Räumen der Galerie präsentiert Andreas Binder neue Arbeiten von Dieter Rehm. Charakteristisch für die neuen Bilder ist die Verdichtung urbaner Situationen, ausgearbeitet in vielfältigen phototechnischen Verfahren, die generell das Werk Dieter Rehms charakterisieren.

Die großformatigen Vergrößerungen auf Ilfochrome bzw., C-Print Material werden auf Glas kaschiert, wodurch das Bild unmittelbar in seiner Präsenz erscheint. Wie schon in seinen früheren Arbeiten mit Fotoemulsion auf Leinwand, wechselt Rehm zwischen positiven und negativen photographischen Bearbeitungen. Die negativen Arbeiten erscheinen auf dem ersten Blick wie eine positive Aufnahme, wodurch unsere Seherfahrung irritiert wird. Während Rehm früher hauptsächlich schwarz/weiße Arbeiten produziert hat, kommt jetzt die Farbigkeit ins Spiel. Auch hier werden Tonwerte spezifisch so gesteuert, dass ein Vexierspiel zwischen positiver und negativer Bildwahrnehmung entsteht. Die Bildmotive werden nicht einfach umgedreht, sondern sie erfahren gleichzeitig einen Perspektivenwechsel innerhalb des Ortes und verdichten so die Szenerie.

Der konzentrierte Blick auf das Potential an Lichtern und an Farbwerten trägt zu der Wirkung des Bildes bei. Über die Vielfalt der abgelichteten Gegenstände hinaus tragen alle Photographien seine spezifische Handschrift.

Die ausgestellten Arbeiten von Dieter Rehm gehen zurück auf Aufnahmen mit der Großbildkamera, die in Hongkong, Los Angeles, San Diego und Tijuana entstanden sind.

Betritt man die Galerie fällt einem sofort die großformatige Photoarbeit "San Diego" ins Auge. Die farbräumliche Irritation, die nicht zuletzt durch die photographische Umkehrung vom Positiv ins Negativ verwandelt die Stadt in eine unwirkliche zwischen Realität und Wasserspiegelung oszillierende Silhouette. Das Bild entwickelt in seiner traumartigen Ausstrahlung eine faszinierende Dichte.

Die beiden Arbeiten "Nickelodeon 1 und 2" zeichnen sich durch das spezielle Entwicklungsverfahren aus. Die Verschiebung der Farbwerte produziert ein dynamisches Zusammenspiel von Kontrasten. Rehm greift die flirrende Farbigkeit der Universal Studios auf und steigert sie comicartig ins Grellbunte.

Der Focus auf eine künstlich produzierte Farbigkeit bestimmt auch die Nachtaufnahmen von Hongkong. Das Negativ-Positive Verfahren verwandelt die Photographien "First Pacific Bank" und "Chinese Products" in eine äußerst dicht strukturierte Stadtkomposition.

Das am Ende der Ausstellung platzierte Bild "Costa Alegre" erfährt durch die Doppellbelichtung eine Verdichtung urbaner Elemente des Sunset Boulevards in Los Angeles. Dokumentation und künstlich produzierte Sinnestäuschung verweben sich zum atmosphärisch dichten Lichtbild.

Darüber hinaus wird Dieter Rehm in der Gruppenausstellung "Mehr als das Auge fassen kann. Photokunst aus der Sammlung Deutsche Bank" in mehreren südamerikanischen Museen gezeigt:
Museo de Arte de Lima
20. Januar – 20. März 2007
Museo de Artes Visuales, Colección Santa Cruz- Yaconi 26. April – 1. Juli 2007
Museo de Arte Moderna, Sao Paulo
15. Juli – 30. September 2007
Pabellón de las Bellas Artes, Pontificia Universidad Católica, Buenos Aires
15. Oktober – 15. Januar 2008

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