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Gruppenausstellung: Djinni in a Bottle - Materialisation und Medialität (vorbei)

16 Mai 2012 bis 30 Juni 2012
  Djinni in a Bottle - Materialisation und Medialität
Max Moswitzer, White Noise 2.0, 2012, 25 x 25 cm, 3D-Print, Pulver - Epoxy Infiltrat - Foto: Betty Fleck
 
  Galerie Lisi Hämmerle

Galerie Lisi Hämmerle
Anton-Schneiderstr. 4a
6900 Bregenz
Österreich (Stadtplan)

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tel +43 (0)664 - 528 82 39
www.galerie-lisihaemmerle.at


Ausstellungsarchitektur: Wolfgang Fiel

Die Ausstellung "Djinni in a Bottle - Materialisation und Medialität" erschließt neue Wege im Feld der digitalen Kunst. Mit ihren konzeptuellen Fragestellungen dringen computerbasierte Produktionsformen aktuell in ein Terrain vor, das in der Praxis der bildenden Kunst bis dato kaum genützt wird. In diesem Feld entstehen Erweiterungen algorithmischen Gestaltens und neue Formen kollaborativen Arbeitens.

Ausgangspunkt des Projekts mit 16 Positionen ist die sukzessive künstlerische Aneignung jenes Verfahrens zur Herstellung von Objekten, das bisher vor allem in der Architektur und im Design zur Materialisierung digital erstellter Entwürfe angewendet wird. Der Begriff des "Rapid Prototyping" bezeichnet den 3-dimensionalen Druck eines digitalen Modells unter Verwendung unterschiedlichster Werkstoffe wie Gips, Kunststoff oder Metall.

Über experimentelle Prozesse eröffnen sich der Medienkunst mit dieser Technologie vollkommen neue Möglichkeiten, ästhetische Vorstellungen 3-dimensional gegenständlich zu realisieren, die bisher lediglich als Animationen für den Computerbildschirm visualisiert werden konnten oder überhaupt nur als Datensätze existierten und immateriell blieben.
Es ist eine Kultur der hybriden Artefakte im Entstehen, der sich längst auch "open source communities" bemächtigt haben, welche im kreativen und partizipativen Umgang mit digitalen Technologien 3D-Prints online austauschen.

Ähnlich wie im Laufe der neueren Kunstgeschichte die kritische Auseinandersetzung mit den Medien Fotografie, Film und Video zu neuen Ausdrucksformen führte, etabliert sich gegenwärtig auf dem Gebiet des 3D-Prototyping eine künstlerische Forschung, die mit den zur Verfügung stehenden technischen Methoden experimentell adäquate formale Strategien entwickelt.

Die lehrenden KünstlerInnen und TheoretikerInnen an der Abteilung Digitale Kunst realisierten im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojektes, das auf Initiative der Leiterin Univ.-Prof. Mag. a Ruth Schnell zustande gekommen war, Objekte aus dem Bereich der 3D-Print-Technologie. Ziel war eine explorative und experimentelle Annäherung an neue Formate der Objekt-Konzeption aus dem breiten Spektrum elektronischer Diskurse heraus.

Jan Lauth: Initiator und Mitgründer der mediaOpera.org. in Wien als Spielstätte für Medienkunst, Gründer des Kollektives zur visuellen Musik "pooool", Ko-Kurator des Schauraums "V_port" im MQ-Wien. Entwickler der Veranstaltungsreihe Wiener Visualisten "equalEYES". Inszenierungen und Aufführungen bei Amerling Galerie, Ars Electronica, CynetArt, LifeBall, MAKwien, paraflows, oder sound:frame.

Lydia Lindner: Medienkünstlerin für freie und kommerzielle Projekte; 1998 bis 2001 Artist in Residency am ZKM Karlsruhe; ihre künstlerischen Strategien liegen in der Auswahl und Kombination von Performance, medialer Skulptur, mobile Devices und Fotografie.

Max Moswitzer: arbeitet als Künstler an kollaborativen virtuellen Welten und der Konstruktion spielerischer Situationen; Ausstellungen u.a. Centre Pompidou 2012, Prix Ars Electronica, Linz 2003. Das dérive und détournement ist seine Methode zur Umwidmung und Veränderung vernetzter Computergames und Kunstsysteme.

Niki Passath: beschäftigt sich mit den Verhältnissen zwischen Mensch, Maschine und der umgebenden Natur; studierte Violoncello, Architektur und Digitale Kunst; Ausstellungsbeteiligungen u.a.: das weisse haus, wien (2011); "Roboterträume" Kunsthaus Graz (2011), "Menge" Schauraum Museums-quartier, Wien (2010); Exklusiv, Kunstpavillon, Innsbruck (2007), "Hybrid Creatures and Paradox Machines" Ars Electronica, Linz (2005); "Play Global" Transmediale 03, Berlin (2003)

Romana Schuler: Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Kunstwissenschaften. Forschungsschwerpunkt: künstlerische Forschung zur apparativen, experimentellen Wahrnehmung und synäs-thetische Phänomene in der Digitalen Kunst. www.romana-schuler.at

Tommy Schneider: Malerei und Filmstudium in Linz und Wien, Stadtwerkstatt Linz 1978 - 85, Ausstellungen; Präsentationen und Medienprojekte in Afrika, Australien, China, Europa, Naher Osten, Russische Föderation, USA. Arbeitsfelder: Malerei, Video, Film, Kommunikation.

Ruth Schnell: Medienkünstlerin, Leiterin der Abteilung für Digitale Kunst an der Universität für ange-wandte Kunst Wien. Ausstellungsteilnahmen u.a.: Aperto, Biennale Venedig 1990; Artec, Biennale of Nagoya 1991; Biennale Venedig, Österr. Pavillion 1995; Museum Moderner Kunst, Wien 2000; Kunst-haus Bregenz, 2002; California Science Center, L.A. 2004; Akademie der Künste, Berlin 2004/05; ZKM, Karlsruhe 2008 u. 2010; Biennale Sevilla 2009; Moskau Biennale 2011

Veronika Schnell: Studium der Germanistik, Romanistik, Psychologie (Innsbruck und Wien), Film- und Textwissenschaft (Paris). Forschungsschwerpunkt: Genderstudies - Frauen/Kunst/Technologie. Wei-tere Arbeitsbereiche: Curricula-Entwicklung an Kunsthochschulen. Vorsitzende der Studienkommission Mediengestaltung.

Roland Schöny (gemeinsam mit Hans Newidal): Kulturwissenschaftler, Autor, Kurator für Gegenwartskunst, 2004-07 Umsetzung von "Kunst im öffentlichen Raum Wien" (jetzt KÖR), 2002- 05 Kurator am OK-Centrum Linz, zahlreiche Ausstellungen, u. a.: "sounds&files - visuelle Aspekte elektronischer Musikhaus Wien 2000, Publikation in springerin, spike, skug, IDEA, artmagazine.cc.

Hans Newidal: Künstler, Architekt und Experimentalgrafiker, der in seiner Arbeit soziale Beziehungen und das weite Feld experimenteller Druckprozesse erforscht; Ausstellungen u. a.: "das druckgrafische werk" 1977 bis 1998, forum stadtpark Graz 2000 - 2033, Beteiligung: poetische positionen III (mit Andreas Pawlik), Kasseler Kunstverein 2009

Franz Schubert: reflektiert in seinen Arbeiten Mechanismen medialer Konstruierbarkeit durch Eingriffe in digitale Medien; es sind Versuche zur Synthetisierung von Alltagswahrnehmung und zum Bedeutungstransfer von Wirklichkeitskonstruktionen. Lebt und arbeitet in Wien. www.schbrt.com

Stefanie Wuschitz: Researcher, Lehrende und Künstlerin; studierte an der Universität für angewandten Kunst Wien; 2008 - 2010 Masterprogramm ITP, New York University (USA). Digital Art Fellow des HUMlabs Nordschweden; 2009 Gründung des feministischen Hackerspace Miss Baltazar's Laboratory als Netzwerk von Künstlerinnen u. Transgenders zum Austausch von Open Source Erfahrungen.

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