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Einzelausstellung: Dora Maurer - Farbräume (vorbei)

8 Juni 2004 bis 23 Juli 2004
  Dóra Maurer
Dóra Maurer
overlappings 17
overlappings 17, holz, leinen, acryl, 172 x 61 cm
2004
 
www.galerie-lindner.at Galerie Lindner

Galerie Lindner
Schmalzhofgasse 13/3
1060 Wien
Österreich (Stadtplan)

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tel +43 - 1 - 913 44 58
www.galerie-lindner.at


Die Ausstellung der in Budapest geborenen Künstlerin ist die zweite im Rahmen des EU-Erweiterunsschwerpunktes der Galerie. Dieter Honisch schreibt im kritischen Lexikon der Gegenwartskunst (Ausgabe 50, Heft 15) über Dóra Maurers Arbeit:

Ihr Grundgedanke wurzelt in der aus Beobachtung gewonnenen Überzeugung, dass alle visuell wahrgenommenen Dinge gleichwertig, dadurch vergleichbar und letztlich austauschbar sind. Die Wahrnehmung kennt keine Hierarchie, die ihr im Laufe der Geschichte aus philosophischen, religiösen, sozialen, ethischen oder Gründen der Konvention untergeschoben wurde. Die Wahrnehmung hat weder eine Weltanschauung, noch lässt sie sich von ihr benutzen. Sie ist auch nicht identisch mit dem, was uns umgibt, ist weder gegenständlich noch abstrakt. Sie ist vielmehr die Erscheinungsweise der uns umgebenden Welt, das Produkt unserer Sinne. Sie gehört mehr dem Wahrnehmenden als dem Wahrgenommenen. (…)

Die adäquate Form um diesen Wahrnehmungsbegriff, das im Grunde gleichen und austauschbaren, zu visualisieren, ist die Struktur. Sie geht in der Kunst über den Konstruktivismus aus Cézanne zurück, ist der auf Unterwerfung fussenden Komposition (Kandinsky) diametral entgegengesetzt und meint eine demokratische Verfassung des Bildes, nicht eine feudalistische.

Wenn wir die Faktoren nennen wollen, die für die Arbeit von Dóra Maurer entscheidend sind, dann sind es Gleichheit, Zeit, Austauschbarkeit und Struktur. (…) Die Qualität liegt nicht im einzelnen Produkt, sondern im Ganzen, sie gehört nicht dem Besonderen, sondern dem Allgemeinen, man könnte auch sagen, sie liegt in der Idee selbst begründet. (…) Für sie zählt nur die Gegenwart, die bei ihr auch Geistesgegenwart ist. Bei aller Respektlosigkeit im Umgang mit Kunst, auch der eigenen Kunst, geht es ihr nicht um Selbstdarstellung, sondern um Wahrheit.

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