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Gruppenausstellung: Düsseldorf Photo Weekend 2013 (vorbei)

2 Februar 2013 bis 3 Februar 2013
  Düsseldorf Photo Weekend 2013
 
  Galerie Voss

Galerie Voss
Mühlengasse 3
40213 Düsseldorf
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)211-13 49 82
www.galerievoss.de


Die irische Künstlerin Mary A. Kelly zeigt aus der Serie "The Landing" 16 hinter Acrylglas kaschierte Lambdachrome-Photografien, die anlässlich eines Artist-in-Residence Aufenthalts der Künstlerin im Portlaoise Gefängnis im Jahr 2003 entstanden sind.

Die Photographien setzen sich mit der Privatsphäre des Einzelindividuums im Entzug auseinander. Wie ist die Individualität zu bewahren wenn der private Lebensraum entzogen ist? Dem Betrachter werden mehrere Einblicke in das Gefängnisleben demonstriert. Mary A. Kelly photographiert von aussen aus dem gleichen Blickwinkel in die unterschiedlichen Gefängniszellen hinein und erreicht eine altarbildähnliche Dreiteilung, so dass sich das Private dem Betrachter nur teilweise erschliesst. Die Komposition der Zellen wird wiederholt: im Vordergrund befindet sich die Vertikale des querstehenden Bettes und in der Mitte positioniert sich ein Fenster oder ein das Fenster verdeckendes Plakat oder ein Vorhang. So kommen die kleinen Details wie Pflanzen, Gardinen, Bücher, Fotos und Kleidungsstücke, welche die Identität und Persönlichkeit der Gefangenen verdeutlichen stärker zum Ausdruck.



“Each person’s arrangements of their cell was unique while the institution maintained its presence overall. Life is made possible by the small domestic rituals which bear the essence of the notion of home: the washing and folding of clothes, the lining up of shoes, the cleaning and organising of space” - Mary Kelly.

„Jede persönliche Einrichtung der Zelle war einmalig, trotz der überall spürbaren Anwesenheit der Institution. Das Leben war durch die kleinen heimischen Rituale wieder möglich, so wie das Waschen und Falten der Kleidung, das Stapeln der Schuhe, die Reinigung und das Aufräumen der Räumlichkeit. All dies hatte das Wesentliche in der Vorstellung vom Zuhause geprägt.“ – Mary A. Kelly




Michael Koch zeigt kleinformatige Fotografien von Objekten. Der Düsseldorfer Künstler studierte von 1998-2004 bei Bernhard Prinz in Essener Folkwangschule. Der Schwerpunkt seiner fotografischen Arbeiten liegt eher auf portraithaften Inszenierungen des Menschen, jedoch in "Collection" ist dieser abwesend. Es bleiben allein die Gegenstände und Objekte zurück.

Die vor schwarz fotografierten Gegenstände bilden eine Sammlung von Dingen die aus dem Umfeld des Künstlers stammen. Erinnerungsstücke, Fragmente, Insekten, Haare, Federn oder Schmuck bilden einen psychologisierenden Fundus für Koch.

Ähnlich eines Kuriositätenkabinetts werden die Dinge aus ihrer Umwelt isoliert und verordnet und somit zu archetypischen Modellen einer Privatmythologie stilisiert. Michael Koch gibt dem Betrachter einen Einblick in eine innere Welt.

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