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Einzelausstellung: Eduardo Chillida (vorbei)

29 Februar 2012 bis 21 April 2012
  Eduardo Chillida
"Galerie Boisserée, Köln und VG Bild-Kunst, Bonn 2012"
 
  Galerie Boisserée

Galerie Boisserée
Drususgasse 7 - 11
50667 Köln
Deutschland (Stadtplan)

E-Mail senden
tel +49-(0)-221-257 85 19
www.boisseree.com


Radierungen, Lithographien, Holzschnitte und Siebdrucke,
Arbeiten auf Papier und Skulpturen

Parallel zu der Ausstellung im Kunstmuseum Pablo Picasso Münster
(bis 22.4.2012) zeigt die Galerie Boisserée zum dritten Mal eine umfangreiche Ausstellung des 2002 verstorbenen, international arrivierten spanischen Bildhauers Eduardo Chillida. Die Kölner Ausstellung beinhaltet zwei Terrakotta-Skulpturen aus den frühen 1990er Jahren aus der Werkgruppe "Lurra", einige Papierarbeiten - darunter eine weiße "Gravitation" aus dem Jahr 1987 sowie über 130 Arbeiten aus dem graphischen Œuvre. Dieses genießt mit über 700 Arbeiten einen hohen Stellenwert und erfährt von Sammlern seit langem internationale Beachtung. Boisserée ist es gelungen, fast 1/5 des gesamten graphischen Œuvres aus den letzten 40 Jahren zusammen-zustellen, was als Verkaufsausstellung im internationalen Kunsthandel derzeit einmalig sein dürfte.
Chillidas Thema ist die Auseinandersetzung mit dem Begriff des Raumes, dessen Bewegtheit durch geformte Materie, dem Verhalten von Leere, Volumen und ihren Begrenzungen. Es ist eine vollkommene Hinwendung zur abstrakten Form, die natürlich in enger Beziehung zu seinen Skulpturen steht. Bei seinen Arbeiten auf Papier findet allerdings keine Hinleitung zur Drei-dimensionalität statt, sondern eine bewusste Betonung der meist schwarz gehaltenen Flächigkeit, unterbrochen durch weiße, ausgesparte Linien und Räume. Reinhold Hohl spricht in diesem Zusammenhang vom „zweidimensionalen Raum“, also nicht perspektivisch und nicht raumillusionierend. Seine Graphiken sind keine (Ab)bilder von Skulpturen, sie wirken vielmehr für sich selbst. Seine Bildgegenstände erinnern an nichts Bekanntes, weder an etwas aus der Wirklichkeit noch an etwas aus der Geometrie. Es ist als wären sie aus einer anderen Welt. Aber trotz ihrer Fremdartigkeit werden sie dem Betrachter schnell vertraut.

Glanzpunkte der graphischen Sammlung sind das 1997 entstandene Mappenwerk "Hommage à Johann Sebastian Bach" mit 11 geprägten Siebdrucken sowie die komplette Serie der frühen 5 Holzschnitte aus der Mappe "Beltza" aus dem Jahr 1969. Bei den großformatigen Blättern seien die 160 cm hohe Aquatintaradierung "Hommage à Aimé Maeght" von 1988 sowie die 1976 entstandene Radierung "Euzkadi V" (Baskenland V) erwähnt.
Nur selten anzutreffen ist die signierte und komplette Suite der 7 Lithographien auf Japanpapier zu "Max Hölzer: Meditation in Kastilien". Der Sammler bibliophiler Bücher findet in der Ausstellung das ebenfalls seltene, in den 60er Jahren entstandene Werk "Le chemin de devins / Ménerbes" sowie ein Exemplar des Collagen enthaltenen Buches von Martin Heidegger
"Die Kunst und der Raum", vom Künstler und Autor signiert.

Ein umfassender Katalog mit allen ausgestellten Arbeiten (156 Seiten,
162 meist farbige Abbildungen) kann zum Preis von 20 Euro (inkl. Versand in der BRD) über die Galerie Boisserée bestellt werden. Er ist aber auch während der Ausstellung unter www.boisseree.com einzusehen.

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