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Arbeiten zum Thema
"auf!hinterher.strategien des versäumens"
Ein Ausstellung im Rahmen der
10.Oberösterreichischen Kulturvermerke
"Hinaus damit" signalisieren Sender in aller Welt. "Auf! Hinterher" rufen die Empfangsbereiten. Wie bekomme ich möglichst viel mit von dem, was läuft? Wie sorge ich dafür, dass ich in Verbindung bleibe? Indem ich meine Antennen auf alle erreichbaren Programme richte. Indem ich meine Wände durchlässig mache..
Die Absicht Anschluss zu haben, in Kontakt zu sein - dahinter steht der ebenso atavistische wie utopische Wunsch, dass die Wand nicht nur undurchdringlicher Schutz sei, sondern zugleich auch durchlässig für das Aussen nach innen, damit das eindringe, was wir begehren : Der Bison auf der Höhlenwand, der Himmel im barocken Deckengemälde, Sex und Heimat auf dem Bildschirm.
Die Wand des Galerieraumes wird überzogen mit einer Tapete, deren Muster Satellitenschüsseln bilden. Sie spiegelt das nach aussen gerichtete ins Innere.
Vor diesem Hintergrund erscheinen auf Bildschirmen Bilder verschiedener Aspekte des Lebens "draussen", so dass eine Art doppeltes Ornament entsteht: Die endlose Schleife der Videobänder vor den zum Silverscreen zusammengeschmolzenen Antennenanlagen.
Ella Raidel / Renè Straub |