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Einzelausstellung: Emil Schumacher - Radierungen und Arbeiten auf Papier (vorbei)

4 September 2009 bis 10 Oktober 2009
  Emil Schumacher - Radierungen und Arbeiten auf Papier
18. Emil Schumacher, (Hagen 1912 - 1999 San José/Ibiza), "1/1989", Farbaquatintaradierung 1989, 59,6 x 75 cm Pr. 39,3 x 54,8 cm. sign. num.
 
  Galerie Boisserée

Galerie Boisserée
Drususgasse 7 - 11
50667 Köln
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)-221-257 85 19
www.boisseree.com


Emil Schumacher (1912–1999) - Radierungen und Arbeiten auf Papier

Anlässlich der Eröffnung des Emil-Schumacher-Museums in Hagen am 28.8.2009 und des 10jährigen Todesjahres des deutschen Malers Emil Schumacher zeigt die Kölner Galerie Boisserée eine umfas-sende Einzelausstellung. Dem Programmschwerpunkt der Galerie folgend, umfasst die Ausstellung ne-ben Arbeiten auf Papier vorzugsweise seine farbigen Aquatintaradierungen, vorwiegend aus den 1980er und 1990er Jahren. Schumacher hat als einer der großen deutschen Nachkriegskünstler die "Stunde Null" und den Neuanfang nach Faschismus und Krieg wörtlich genommen. Über mehr als vier Jahrzehn-te trieb er die Fortentwicklung der abstraktexpressionistischen Bildsprache voran, dabei war sein male-risches Werk von Anfang an von großer Intensität und Energie gekennzeichnet.

Kaum einem abstrakten deutschen Maler ist es gelungen, seine Kunst so unmittelbar und kraftvoll über die Radiertechnik zu vermitteln wie Emil Schumacher. Die Graphik als Medium hat ihn von seinen künstlerischen Anfängen an begleitet. Sie ist für ihn genauso selbstverständlich wie die Malerei - seine Malerei ist graphisch geprägt, seine Graphik ist malerisch bestimmt. Die Technik der Aquatintaradierung kommt in der künstlerischen Intention der des Malens am nächsten: Auf Grund der zum Teil tiefen Ätzung der Druckplatten kommt ihr eine stoffliche, haptisch wahrnehmba-re Darstellungsqualität zu Gute, die Emil Schumacher sehr geschätzt hat und die besonders sein gra-phisches OEuvre auszeichnet.

Zwischen einem meist dominierenden, formalen Gerüst in Schwarz nutzt er alle Zwischentöne der Aqua-tintatechnik aus, arbeitet zudem mit der "kalten Nadel" und entwickelt im Laufe der Jahre eine sehr un-konventionelle, spontane Bearbeitung der Radierplatten. Seine Radierungen können als "materialhafte Sensationen" auf Papier eines leidenschaftlichen "peintre-graveurs" bezeichnet werden, der die Kupfer-platten verletzt, faltet und deren rechtwinklige Form aufgibt und es somit schafft, eine Authentizität und Materialhaftigkeit in den künstlerischen Prozess des Radierens zu legen, die in der abstrakten Graphik des 20. Jahrhunderts in dieser Qualität nur selten anzutreffen sind.

Die Ausstellung in der Galerie Boisserée zeigt neben einigen der gesuchten Farbaquatinten der 1970er Jahre (wie die Arbeiten 1/1972 und 4/1974) schwerpunktmäßig die Radierungen der 1980er und 1990er Jahre. Höhepunkte seines graphischen Schaffens stellen die drei zum Teil fast 2 m großen Farbaquatin-taradierungen 3/1990, 3/1993 (Eulenspiegel) und 4/1993 (Weg) dar, sowie eine in Spanien entstandene, 16 Blatt umfassende Serie gleichgroßer, zum Teil sehr farbintensiver und tief geätzter Aquatintaradie-rungen aus dem Jahr 1990. Ein besonderes Angebot für den Sammler sind die BAT (Bon à tirer) - Ex-emplare der vier Farbaquatintaradierungen 4-7/1991, die inhaltlich an Höhlenzeichnungen erinnern.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 68 Seiten und 52 meist farbigen Abbildungen zum Preis von Euro 10.

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