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Einzelausstellung: Erasmus Schröter - Die Bunker (vorbei)

11 Dezember 2010 bis 15 Januar 2011
  Erasmus Schröter - Die Bunker
Erasmus Schröter, Bunker WB LX, 2004, C-Print / Diasec, 120 cm x 168 cm
 
www.rothamel.de GALERIE ROTHAMEL

GALERIE ROTHAMEL
Fahrgasse 17
60311 Frankfurt/Main
Deutschland (Stadtplan)

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Erasmus Schröter
DIE BUNKER

Der Fotokünstler Erasmus Schröter gehört mit seiner weithin bekannten Serie „Bunker" ohne Zweifel zu den Exzentrikern fotografischer Inszenierung. 1989 begann er, Bunkerruinen aus dem zweiten Weltkrieg aufwendig zu beleuchten und zu fotografieren. Damit griff er den Diskurs aus Paul Virilios 1975 erschienener "Bunker archéologie" auf, unterzog ihn dem Blickwinkel einer neuen Generation und fand damit große Beachtung in den Medien.

Der radikale Umgang mit dem uralten Rohstoff der Fotografie, dem Licht, macht Schröter im wahren Wortsinn zu einem „Lichtbildner". Seine großformatigen Fotografien entstehen vor Ort auf analogem Film. Sie sind fotografische Dokumente einer in hohem Maße veränderten Realität. Die provokanten Illuminationen der Relikte einer sinnlosen Kriegsmaschinerie bewegen sich auf dem schmalen Grat zwischen Schauder und Schönheit.

Über Schröters Bunker wurden - besonders in den Neunzigern - etliche Texte verfaßt. Zu den Autoren gehörten führende Kunstpublizisten wie Matthias Flügge, Tim Sommer und Hubertus von Amelunxen. Sie alle bezogen sich auf Paul Virilio, der 1975 in seiner "Bunker archéologie" über den Wall philiosophiert hatte. 1996 erschien im Verlag der Kunst die Publikation "Bunker" mit einem Text von Klaus Honnef.

Schröters Fotografien haben vor zwei Jahrzehnten die Bunker ins kollektive Bildgedächtnis zurückgeholt. Heute beantworten sie auch Fragen nach der Rezeption des 20. Jahrhunderts und der Rolle der Kunst dabei. "The answer lies in an intriguing tension between subject matter, mode of realistation and artistic input...", schrieb Matthew Shaul.


Erasmus Schröter wurde 1956 in Leipzig geboren. Er studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst und siedelte 1985 nach Hamburg über. 1997 kehrte nach Leipzig zurück und übernahm 2004-2005 eine Gastprofessur für Fotografie an der HGB.

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