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Einzelausstellung: Erik Schmidt - Downtown (vorbei)

5 Oktober 2012 bis 30 Dezember 2012
  Erik Schmidt - Downtown
 
  Haus am Waldsee - Der Ort internationaler Gegenwartskunst in Berlin

Haus am Waldsee - Der Ort internationaler Gegenwartskunst in Berlin
Argentinische Allee 30
14163 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)30-801 89 35
www.hausamwaldsee.de


Erik Schmidt geht es in seinem Werk um die Beobachtung symbolischer Prozesse innerhalb verschiedener gesellschaftlicher Subsysteme. Klischees, Stereotypien, Codes, Rituale, Normen, Muster, Konventionen oder Rollen interessieren ihn besonders. Er beobachtet und erfährt sie im Umfeld unterschiedlicher Randgruppen der Gesellschaft, wie zum Beispiel traditionsbewusster, privilegierter Adeliger, die mit Jagd- und Speiseritualen wie aus der Zeit gefallen scheinen, in homosexueller Gier oder empörter Demonstration der Occupy-Bewegung, die Schmidt über den Weg der Fotografie in ein unendliches Feld von Farben und Formen malerisch auflöst. Er sieht Plantagenarbeiter in Israel ebenso unter besonderen Bedingungen lebend, wie exotische Pflanzen in den Botanischen Gärten der westlichen Welt. Nicht zuletzt spricht aus allen seinen Werken der Künstler selbst, der sich am Beginn des 21. Jahrhunderts immer noch als Außenseiter der Gesellschaft sieht.

Schmidt arbeitet mit Zeichnung, Malerei und Videoperformance. Er nutzt dafür als Grundlage die eigene Fotografie. In der Ausstellung spannt sich der Bogen von frühen comichaften Zeichnungen und Gemälden von Stadträumen aus den frühen 2000er Jahren bis zur Occupy-Bewegung an der Wall Street in New York 2011/12, von israelischen Plantagenpflückern bis zum Leben unter besonderen Bedingungen in botanischen Gärten im Staate New York. Darüber hinaus portraitiert Schmidt performativ in einer Videoarbeit von 2012 zwei typische Occupy-Demonstranten, deren Rolle er selbst übernimmt. In einer Video-Trilogie, die das homosexuelle Künstlerdasein als einbezogen und doch zugleich ausgeschlossen begreift, wird das scheinbare Verstehen im Nichtverstehen deutlich. Schmidt verleibt sich die existentiellen Themen seiner Kunst stets über das eigene Er- und Durchleiden an, das er über die Abstraktion von Malerei, Zeichnung und Performance mit der zeitgenössischen Öffentlichkeit teilt.

Die Ausstellung stellt Erik Schmidt zum ersten Mal in einer Berliner Institution vor. Im Frühjahr 2013 wird sie im Leopold Hoesch Museum in Düren gezeigt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag Walther König in Deutsch und Englisch zum Preis von € 16.80.

Gefördert durch Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin, Gembusstiftung, Freunde und Förderer des Hauses am Waldsee e.V

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