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Einzelausstellung: Ernst Ludwig Kirchner - Zeichnungen und Aquarelle (vorbei)

29 Januar 2010 bis 6 März 2010
  Ernst Ludwig Kirchner - Zeichnungen und Aquarelle
Kirchner, Drei Frauenakte, 1914
 
www.galeriemichaelhaas.de Galerie Michael Haas

Galerie Michael Haas
Niebuhrstr. 5
10629 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 - 889 29 10
www.galeriemichaelhaas.de


Ernst Ludwig Kirchner
Zeichnungen und Aquarelle

Meisterblätter des Expressionisten Kirchner aus Brücke-Zeit und Berliner Jahren

Von Ende Januar bis Anfang März 2010 widmet die Galerie Michael Haas eine Ausstellung den Zeichnungen und Aquarellen von Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) aus seinen wichtigsten Schaffensjahren. In der „Brücke-Zeit“ (1905-1910) sowie seinen Jahren in Berlin 1912-1915 leistete der Künstler vor allem mit seinen Zeichnungen und Aquarellen einen wesentlichen Beitrag zur deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts. Sie gelten heute als wesentlicher Schlüssel zum Verständnis des deutschen Expressionismus. Erst 2008 stellte das Berliner Brücke Museum Kirchners Arbeit auf Papier in den Mittelpunkt einer gewaltigen Ausstellung.

Kirchner zählt zu den großen Zeichnern der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts. Die Zeichnungen bilden den Mittelpunkt seines Schaffens, von hier aus leiten sich seine Malerei und die Druckgraphik ab. Immer ein Skizzenbuch zur Hand, notierte Kirchner wie besessen überall Eindrücke in Kohle, Tusche, Bleistift oder Aquarell - schnell und spontan.

Als 25-jähriger schließt Kirchner sein Architekturstudium in Dresden ab und will Maler werden. Er gerät in eine Zeit massiver gesellschaftlicher, künstlerischer, technischer und wissenschaftlicher Aufund Umbrüche. Mit Freunden gründet er 1905 die Gemeinschaft „Die Brücke“. Kirchners Idee der „Viertelstundenakte“ zwingt die angehenden Künstler in 15 Minuten das Wesentliche einer Aktsituation zu erfassen und zu Papier zu bringen. Das Subjektive und Spontane charakterisiert Kirchners flüchtige Notizen oder bildähnlichen Arbeiten auf Papier. Kirchner geht damit neue Wege in der Kunst. Die weichen, hellen und von den Franzosen beeinflussten Formen der vielen Szenen im Atelier oder im Freien sind typisch für seine Frühzeit. In Berlin, wo Kirchner ab 1911 lebt, werden sie zu harten, zackigen Linien. Die großstädtische Anspannung in den Jahren vor Kriegsausbruch aber auch die eigene innere Nervosität bei Kirchner spiegeln sich in den Zeichnungen wider. Um die Vielfalt und Intensität der Eindrücke einzufangen, kürzt der Künstler Formen radikal ab. Er orientiert sich zwar an dem was er sieht, seine „Hieroglyphen“ skizzieren jedoch viel mehr ein Erlebnis, ein Gefühl. Die Arbeiten sind Ausdruck einer Zeit und eines intensiv empfundenen Lebens. Bis in die zwanziger Jahre hinein leben Kirchners Zeichnungen vom spontanen Ausdruck, auch wenn er später seine Motive oft der Schweizer Bergwelt entnimmt, wo Kirchner seit 1917 lebt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Bei Fragen oder Bedarf von Bildmaterial und Preislisten wenden Sie sich bitte an Caroline Flosdorff, Tel: +49 30 4403 4456 oder presse@galeriemichaelhaas.de

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