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Eva Schlegel wurde 1960 in Hall/Tirol geboren, lebt und arbeitet in Wien.
Seit 1984 wurden ihre Arbeiten in bereits zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, darunter 1995 bei der Biennale in Venedig.
Seit 1997 unterrichtet Eva Schlegel an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, an welcher sie übrigens ihr Studium (Meisterklasse Oberhuber) absolvierte.
Ihre Arbeiten basieren im wesentlichen auf Photographien, die vergrößert kopiert und auf Kreidegrund seitenverkehrt übertragen werden. Es folgen weiters in aufwendigen Bearbeitungsschritten bis zu 20 Schichten transparente Lacke, teils unter Beimengung von Ölfarbe. Das zunächst noch nüchtern und (photo-)graphisch wirkende Bild wird dadurch mit einen reizvoll sinnlichen Schleier bedeckt, welcher die Konturen und Grenzen zu verwischen scheint, den Abbildungscharakter des Photographischen ins Schemenhafte und Malerische transferiert. Verstärkt wird dieser Eindruck durch bewußt eingesetzte Unschärfen, die entweder mittels Vergrößerung oder im voraus mittels Kameraeinstellung erzielt werden.
Neben der altüberlieferten Technik des Kreidegrundes, speziell bei Tafelbildern, verwendet Eva Schlegel auch transparente Bildträger wie etwa Glas. Dieses erweist sich als geradezu ideales Material, um jenen diffusen Grad zwischen dem Erscheinen und dem Verschwinden des Sichtbaren in ihren Arbeiten auszuloten. Letztlich eine Kunst, die nicht auf emotionalisierende, theatralisch oder spektakulär wirkende Bilder abzielt, sondern mit kühlem, überlegtem Blick den Betrachter/die Betrachterin umfängt.
Eva Schlegel zeigt ihre Arbeiten im 1. Stock der Galerie. Im Parterre hingegen präsentiert sie ausgewählte Werke von Künstlerinnen und Künstlern, denen sie sich gleichsam wahlverwandt und verbunden fühlt. Sie konnte bei dieser hochkarätigen Zusammenstellung auf den Fundus der Galerie Krinzinger zurückgreifen. |