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Einzelausstellung: FRANZ WEST - Die Aluskulptur (vorbei)

4 Juni 2000 bis 15 Oktober 2000
  FRANZ WEST - Die Aluskulptur
 
www.galeriethoman.com Galerie Elisabeth & Klaus Thoman

Galerie Elisabeth & Klaus Thoman
Maria-Theresien-Straße 34
A 6020 Innsbruck
Österreich (Stadtplan)

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tel +43 (0)512 - 57 57 85
www.galeriethoman.com


Skulptur im Schlosspark Ambras


Von Mai bis Oktober 2000 zeigen wir im Schlosspark Ambras Werke von FRANZ WEST, der auf nationaler und internationaler Ebene höchstes Interesse und Anerkennung hervorruft. Nach Karl Prantl 1995/96 und British Sculpture 1998/99 ist dies nun die 3. Ausstellung der Projektreihe SKULPTUR IM SCHLOSSPARK AMBRAS.

Mit FRANZ WEST, einem der international bedeutendsten zeitgenössischen Künstler, werden unkonventionelle Spielarten des Dreidimensionalen den Park des Renaissance-Schloßes Ambras bevölkern. Seine in den 80-er Jahren entwickelten Passstücke haben der Diskussion um eine Erweiterung des Begriffs der Skulptur eine maßgebliche Facette hinzugefügt. Der Betrachter wird aufgefordert seine statische Haltung des Gegenüber zu verlassen und die Objekte benutzend, mit seinem bewegten menschlichen Körper Teil des Kunstwerkes zu werden. Eine sich ironisch artikulierende Skepsis steht auch dahinter, wenn FRANZ WEST aus Lust am Tabubrechen eine bewusst banal profane und unernste Realität der tabula rasa Situation vieler Künstler der späten 50-er und 60-er Jahre entgegenstellt.

So wird im Weiher des Schlossparks von Ambras die Skulptur Flatus aufgestellt – eine auf einer Metallstange montierte aufrechte längliche “phallusartige” Form, die der Künstler mit einem Flatus voci – das wäre ein Wort- oder Gedankenschas – assoziiert. Darüber hinaus entstanden für Ambras Arbeiten, in denen West sein Konzept der Metallskulpturen in formaler wie inhaltlicher Hinsicht erweitert. So entwickelte er Formen, die entstehen könnten, wenn man einen Ton- oder Lehm-“Patzen” unbefangen zu bearbeiten beginnt, und durch walken zu wurstähnlichen Gebilden gelangt, die wiederum Ausgangspunkt für das Entstehen anderer Formgebilde sein könnten.

Eine größere Anzahl sind einfach gestaltete Stücke, die FRANZ WEST lautmalerisch Wuste, Qulze oder Qwertze nennt, wobei der Rezipient mit diesen Wortbildungen ein Spektrum zwischen Wurst, Wulst, quellen, verquasten, verqueert etc. in Verbindung bringen mag. Diese Skulpturen können die Funktion von Parkbänken übernehmen – weswegen FRANZ WEST sie auch expressis verbis als Sitzwuste deklariert. Indem diese Werke zu einem mit physischer Kontaktaufnahme verbundenem Gebrauch einladen, schlägt der Künstler einen Bogen zu seinem ursprünglichen Konzept der Passstücke und führt dadurch auch vor Augen, dass ein Objekt in seiner Funktion mehrfach besetzt sein kann.

Schließlich schaltet FRANZ WEST in diesem vielschichtigen Dialog noch Werke befreundeter Künstler ein: eine Arbeit von Spaletti und eine von Meuser werden von ihm "erweitert”.

Die Arbeiten des Künstlers lassen sich besonders gut und schonend in den grandiosen Schlosspark Ambras integrieren, der ein beliebtes Ausflugsziel besonders für Familien ist. Die Auseinandersetzung mit einem nicht einschlägig interessierten Publikum wird einen speziellen Reiz dieser Ausstellung ausmachen.

Begleitend zur Ausstellung wird auch diesmal ein intensives Publikumsservice eingerichtet, wodurch die Besucher die Plastiken mit geführten Rundgängen, Kunstspaziergängen für Jugendgruppen, etc. in ihrer differenzierten Besonderheit erleben.

Es wird ein Ausstellungskatalog publiziert, der alle ausgestellten Außenskulpturen FRANZ WESTs beinhaltet und mit Texten und Interviews komplettiert wird.

Führungen: KOM.M.A., Tel: +43-(0)699-10926328
Öffnungzeiten: täglich 7.00 – 20.00 Uhr
Shuttle-Bus ab Innsbruck, Maria-Theresien-Straße – Altes Landhaus

Eintritt frei

Bitte fordern Sie bei Bedarf Fotomaterial an!

Die Ausstellung wird unterstützt vom Land Tirol, HYPO Tirol Bank, Sektion KUNST Bundeskanzleramt, Innsbrucker Sommer, Tourismusverband Innsbruck-Igls, Stadt Innsbruck, Tirol Werbung, AXA Nordstern Colonia

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