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Gruppenausstellung: Freizeit und Überleben / Leisure and Survival (vorbei)

27 Februar 1999 bis 18 April 1999
  Freizeit und Überleben / Leisure and Survival
Eija-Liisa Ahtila
 
  Galerie im Taxispalais

Galerie im Taxispalais
Maria Theresien Straße 45
6020 Innsbruck
Österreich (Stadtplan)

E-Mail senden
tel +43-(0)512-508 3171
www.galerieimtaxispalais.at


Die Galerie im Taxispalais als Galerie des Landes Tirol eröffnet unter dem Titel "Freizeit und Überleben"* mit drei Schwerpunkten:
Einer internationalen Ausstellung zeitgenössischer Kunst, einem Video-Programm mit jungen Tiroler KünstlerInnen und einem Symposion. Nach dem Umbau durch Arch. Hanno Schlögl verfügt die Galerie über vier Ausstellungsräume und einen Leseraum im Erdgeschoß sowie eine glasüberdachte Ausstellungshalle unter dem Innenhof des Taxispalais, die durch einen Lift erreichbar ist. (Die gesamte Ausstellungsfläche beträgt ca. 500 m2). Im Foyer befindet sich ein kleines Cafe, das im Sommer in den Hof erweitert werden kann.

Dem Eröffnungsprogramm von Freizeit und Überleben liegt keine durchgängige Thematik zugrunde. Freizeit und Überleben ist ein gemeinsamer Nenner, der auf die politisch-gesellschaftliche Situation zur Jahrtausendwende ebenso abzielt, wie auf die damit zusammenhängenden kulturpolitischen, institutionellen und künstlerischen Felder. Freizeit und Überleben spiegelt die inhaltlichen Ansätze und künstlerischen Strategien der in der Ausstellung vertretenen Künstler und Künstlerinnen wie er auch in der Hauptfrage des begleitenden Symposions seinen Bezugspunkt findet: "Wie verständigt sich Kunst mit der Gesellschaft?".
Die internationale Ausstellung in den neuen Räumen der Galerie handelt von politischen, sozio-kulturellen und persönlich-poetischen Geschichten und Themenkreisen, wobei durch besondere inszenatorische Elemente das Verhältnis zwischen Kunstwerk, Institution und Publikum eine kritische Brechung erfährt.
In der Videoinstallation von Eija-Liisa Ahtila (SF) geht es um die psychotische Suche eines jungen Mannes nach einer Frau.
Luchezar Boyadjiev (BG) in Zusammenarbeit mit Kalin Serapionov (BG) gibt ein aktuelles Bild seiner Heimatstadt Sofia aus einer individuellen und einer allgemeinen Perspektive.
Jason Coburn (GB) errichtet mittels einer live-Videokamera und eines Projektors ein interaktives System für das Publikum.
Alice Creischer (D), Andreas Siekmann (D), Josef Strau (A) und Amelie Wulffen (D) erzählen in ihrem Animationsvideo von realen und fiktiven kriminellen Machenschaften im Bauboom Berlins.
Jimmie Durham (USA) baut eine materiell und formal vielschichtige Skulptur, die für Assoziationen offen ist.
Michel Francois (B) fotografiert Menschen in eigentümlich-poetischen Bildern, die in Form von Plakaten im Innen- und Außenraum affichiert werden.
Die Künstlerinnengruppe Foreign Investment (GB) installiert eine Bodenarbeit, bei der das Kunstwerk als fragile Ware und vergängliches Objekt präsentiert wird.
Martin Gostner (A) transformiert ein architektonisches Element seines Raumes, das er mit seiner Reflexion auf die Geschichte der Kunst und des Künstlers des 20. Jahrhunderts konfrontiert.
Gülsün Karamustafa (TK) beschäftigt sich mit dem Überschreiten von Grenzen und einer ganz besonderen Erinnerung daran.
Eva Schlegel (A) verschränkt die architektonische Inszenierung des neuen Ortes mit projektiven Bildern.
Luca Vitone (I) berichtet von einer anderen Stadt, Mailand, und deren spezifischer Geo- und Demographie.
Hans Weigand (A) verknüpft den Kunstraum mit einem außerirdischen Topos.

*Freizeit und Überleben (Leisure and Survival) ist der Titel einer Arbeit von Ann-Veronica Janssens (B), die sie für die Biennale in Sao Paolo (1996) konzipiert hat und den sie freundlicherweise für die Galerie im Taxispalais zur Verfügung gestellt hat.


Symposion
27. Februar 1999

Bei dem Symposion am 27. Februar (Konzept Matthias Dusini, S. Eiblmayr) wurden in einem dialogischen Austausch zwischen ReferentInnen und Publikum jene Bereiche angesprochen, die heute die Kunst wie auch die Formen ihrer Institutionalisierung und Diskursivierung mitbestimmen: Wie verständigt sich Kunst mit der Gesellschaft?
Institutionen, Kritik, Pädagogik, Theorie und Verlage sind Stationen dieser Verständigung, die verhindern, daß eine Einweg-Kommunikation stattfindet. Die Akteure und Akteurinnen dieses Bereiches umrissen Themen, Leistungen, Risiken und Nebenwirkungen dieser Vermittlungsformen.

TeilnehmerInnen
Christoph Bertsch (Universität Innsbruck), Sabeth Buchmann (Kunsthistorikerin, Berlin), Ludwig Paulmichl (Verleger Bozen/Wien), Marion Piffer-Damiani (AR/GE Kunst Galerie Museum, Bozen), Irit Rogoff (Goldsmiths College, London), Martin Sturm (O.K. Centrum für Gegenwartskunst, Linz), Peter Weiermair (Rupertinum, Salzburg), Yvonne Volkart (Kritikerin, Zürich).
Moderation: Matthias Dusini (Kulturpublizist, Wien).

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