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Einzelausstellung: Gabriela Morschett – Tuschezeichnungen (vorbei)

25 November 2012 bis 6 Januar 2013
  Gabriela Morschett – Tuschezeichnungen
Gabriela Morschett, Dingloses Zerfliessen II, 2011, Tuschezeichnung auf Bristolkarton, 70 x 100 cm
 
  Galerie Mollwo

Galerie Mollwo
Gartengasse 10
CH-4125 Riehen
Schweiz (Stadtplan)

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www.mollwo.ch


Von der Linie zum Cluster

Am Anfang steht die Linie
Ausgangspunkt und Hauptelement in Morschetts neueren Werken ist die Linie, sei dies nun in ihren Zeichnungen oder den Skulpturen. Die Materialien für ihre Zeichnungen sind Tusche und Bristolkarton. Auf einem gleichsam unergründlichen Pfad beschreitet die Linie das weisse Papier; sie sucht sich auf endlosen Exkursionen ihren Weg. "Ich will das Denken zeichnen, [...] nicht Gegenstände, sondern Prozesse, ihre Bewusstseinsströme", sagt die Künstlerin. Dabei bleiben Partien der Grundfläche unberührt, auf anderen wiederum bilden sich Verdichtungen wie bei einem Geflecht. Kreativität und Entstehungsprozess verschmelzen zur Einheit. Spontan jedoch mit einer unglaublichen Sicherheit und Virtuosität findet die Linie ihren Weg bis hin zur endgültigen Form. Der Prozess des Entstehens ist ablesbar; dies ist zweifelsohne ein Qualitätsmerkmal des Werkes von Gabriela Morschett.

Spiel zwischen Fläche und Raum
Charakteristisch ist die Leichtigkeit von Morschetts Werken, seien dies die Tuschezeichnungen, seien es die Skulpturen. Die Verwandtschaft zwischen zwei- und dreidimensionalen Werken ist offensichtlich. Man ist geneigt, die Skulpturen als räumliche Zeichnungen aufzufassen und umgekehrt. Ausgangsbasis bleibt die einzelne Linie beziehungsweise der einzelne Draht bei den Skulpturen. Anfang und Ende der filigranen Geflechte bleiben bewusst unauffindbar. Die engmaschige Oberflächenstruktur gewährt Durch- und Einblicke. Assoziationen zu textilen Objekten drängen sich auf. Eine filigrane Leichtigkeit beseelt Morschetts Arbeiten - wohl eine Widerspiegelung des fast schon als spielerisch zu bezeichnenden Entstehungsprozesses, der die Quintessenz ihres Schaffens darstellt und nicht das kopflastige Konzept. Besonders eindrücklich kommt diese Leichtigkeit bei den Installationen, v.a. den Mobiles zur Geltung, die Wolken gleich im Raum schweben. Faszinierend ist die Komplexität der Werke. Wie sehr Gabriela Morschetts Schaffen beeindruckt, beweisen auch die Preise, mit denen ihrem Werk Anerkennung gezollt wird. So erhielt sie u.a. 1993 den Kunstförderpreis der Markgräfler Kulturstiftung und im Jahr 2004 den äusserst selten vergebenen Ehrenpreis an der IV. Internationalen Biennale für Zeichnung in Pilsen, Tschechien.

Thomas Maschijew

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