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Gruppenausstellung: Gegeben sind... "Konstruktion und Situation" (vorbei)

6 September 2003 bis 19 Oktober 2003
  <i>Gegeben sind...</i>
Ayşe Erkmen, "Stoned", 2003
 
  Galerie im Taxispalais

Galerie im Taxispalais
Maria Theresien Straße 45
6020 Innsbruck
Österreich (Stadtplan)

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tel +43-(0)512-508 3171
www.galerieimtaxispalais.at


Kuratiert von Silvia Eiblmayr und Angelika Nollert

"Performative Installation" ist eine 5-teilige Ausstellungsreihe, die als Kooperationsprojekt mit dem Siemens Arts Program ab September 2003 bis Juni 2004 in der Galerie im Taxispalais in Innsbruck, im Museum Ludwig in Köln, im Museum für Gegenwartskunst in Siegen, in der Wiener Secession und der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig zu sehen sein wird. Alle Stationen behandeln das gemeinsame Thema unter jeweils verschiedenen Gesichtspunkten: Konstruktion & Situation, Erzählung, Kommunikation, Körper & Ökonomie sowie Architektur.

Im Mittelpunkt der Ausstellung "Gegeben sind... Konstruktion und Situation" in der Galerie im Taxispalais stehen konstruierte Situationen, in denen Wirklichkeit "inszeniert" wird. Reales und Fiktives greifen hier ineinander. Teilweise wird das Publikum auf solche Weise miteinbezogen, dass sich seine Bewertungsparameter in ständiger Verschiebung befinden. Die KünstlerInnen schaffen filmische, psychische, virtuelle, narrative und soziale Räume, die Bezug nehmen auf den Ausstellungsraum, die umgebende Architektur und den Stadtraum.

Die Installation "Training Lounge" (1997) von Emmanuelle Antille verwandelt den Ausstellungsraum in eine scheinbar absurde Szene aus Filmen, Sound und Objekten. Auf einem Tisch steht ein Telefon, dessen ständiges Klingeln dazu auffordert, den Hörer abzunehmen, während sich in den Filmen andere Räume öffnen, in denen sich verschiedene Sequenzen wie endlose Rituale wiederholen.

Janet Cardiff & George Bures Miller haben für "The Muriel Lake Incident" (1999) ein Miniaturkino entwickelt. Die Besucher können auf der kleinen Kinoleinwand einen Film verfolgen, während sie über Kopfhörer den Ton des Filmes sowie Nebengeräusche des Schauplatzes hören. Dabei entwickelt sich auf der akustischen Ebene ein Ereignis im Kinoraum, das sich mit der Geschichte des Filmes überschneidet.

In dem computeranimierten Film Studio (2000) von Karlheinz Klopf und Sigrid Kurz führt eine Kamera die Besucher mit ständig wechselnder Perspektive durch die verschiedenen Ebenen einer Architektursimulation. Jedoch vervollständigen sich die Fragmente nicht zu einem Gesamtbild - ähnlich den in das Bild eingeschriebenen Email-Botschaften anonymer Sender.

Maja Bajevic und Emanuel Licha involvieren in der Videoinstallation Green Green Grass of Home (2000 - 2002) das Publikum in ihre Erinnerungsarbeit: Bajevic steht alleine inmitten einer grünen Wiese und erzählt. Sie rekonstruiert ihre durch den Krieg in Sarajevo verloren gegangene Wohnung, die sie nicht mehr betreten konnte.

Ayse Erkmen und Andreas Fogarasi entwickeln Arbeiten eigens für die Ausstellung. Während Andreas Fogarasi sich mit der Tourismuswerbung des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck auseinandersetzt, bezieht sich auch Ayse Erkmen in ihrer Installation Stoned auf konkrete Gegebenheiten des Ortes, in ihrem Fall auf die Architektur des Ausstellungsraumes: Sie lässt über dem verletztlichsten architektonischen Element, dem Glasdach der Halle im Untergeschoß, einen Felsbrocken an Seilen schweben, eine Metapher für das Unerwartete, Bedrohliche, die gerade in der Alpenregion eine besondere Bedeutung annimmt.

Zur Reihe erscheint im September 2003 der Katalog Performative Installation, Snoeck Verlagsgesellschaft mbH, Köln, ca. 200 S., 100 ganzseitige Abb. ISBN 3-936859-05-1

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