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Einzelausstellung: Gerhard Mantz - Nach Lautloser Explosion (vorbei)

30 Juni 2010 bis 31 Juli 2010
  Gerhard Mantz - Nach Lautloser Explosion
Gerhard Mantz, Die Schmeichelei, 2009, Tinte auf Leinwand, 100 x 180 cm, Auflage: 3 + 1 AP, Courtesy Galerie [DAM] Berlin/Cologne
 
www.dam-berlin.de DAM GALLERY Berlin

DAM Projects GmbH
Neue Jakobstr. 6, 2nd courtyard
10179 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 - 280 98 135
www.dam-berlin.de


Nach Lautloser Explosion

Gerhard Mantz, D

Eröffnung: 26. Juni 2010, 15-17 Uhr
Der Künstler wird zur Eröffnung anwesend sein.
Zu der Ausstellung ist ein Katalog mit einem einführenden Text von Domenico Quaranta erschienen.

Galerie [DAM]Cologne zeigt eine Einzelausstellung von Gerhard Mantz mit virtuellen Landschaften in Schwarz-Weiß. Die Ausstellung, die während des Gallery Weekend in der Galerie [DAM]Berlin zu sehen war, wandert nun nach Köln, um dort nach der ausschließlich auf Bildschirmarbeiten basierenden Eröffnungsausstellung E-volve einen sehr gegensätzlichen, eher malerischen Aspekt aus dem Spektrum der Neuen Medien zu zeigen.

In den Bildern betritt der Betrachter die Erde nach einem großen Ereignis. Ob es eine Explosion war, die die Wälder unter eine vollkommene dünne Schicht aus Asche legte, oder eine gänzliche Erstarrung der Natur durch Kälte und Frost, ist nicht definiert. Die Orte, die Gerhard Mantz in seinen Landschaften zeigt, sind keine wirklichen Orte, sondern Seelenlandschaften. Durch die Helligkeit wirken sie fragil und magisch. Das Licht bekommt durch die Ausführung der Arbeiten in Schwarz-Weiß eine große Bedeutung. Es kann verheißungsvoll sein, aber ebenso das blendende Licht einer Explosion, ein Vorbote des Unheils.

Gerhard Mantz fügt mit seinen vollständig computergenerierten Arbeiten dem Thema Landschaft eine sehr zeitgenössische Position hinzu. Ähneln sie vordergründig natürlichen Landschaftsdarstellungen, verweisen sie durch Verfremdungselemente wie unnatürliche Oberflächenstrukturen oder Softwareunregelmäßigkeiten auf ihre Entstehung jenseits realer Situationen. Sie gleichen erhabenen, archetypischen Landschaften, die zeitlich in weiter Ferne liegen, lassen den Betrachter jedoch mit einem Gefühl der Ambivalenz zurück, das begründet ist durch das Fehlen jeglicher anderer Lebewesen und einer Perspektive auf die Natur, die der eines einsamen Menschen entspricht.

"...Ein Archetyp ist ein Stereotyp, bevor letzterer in die Banalität des Klischees abgerutscht ist. Mit anderen Worten: es ist die Schönheit des Himmels, bevor sie ein Desktop-Hintergrund wird. Es ist das Ende der Welt, bevor es in den neuesten Katastrophen-Blockbuster übertragen wird. Es ist eine klassische Venus vor der Inspiration zu der neuesten Eau-de-Toilette-Werbung.
Das ist es letztendlich, was Gerhard Mantz mit seinen Landschaften macht: Stereotypen in Archetypen umwandeln, sie zurückbringen zu ihrem Ursprung und ihnen ihre ursprüngliche Kraft wiedergeben..." (Auszug aus dem Katalogtext von Domenico Quaranta)

Gerhard Mantz (geb. 1950 in Neu-Ulm, Studium an der Kunstakademie Karlsruhe) lebt und arbeitet in Berlin. Er hat u. a. ausgestellt auf der Prag Biennale 4; P.S.1 MoMA, New York; Kunsthalle Würth; Micro Museum, Brooklyn; Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg; KMZA Berlin; Württembergischer Kunstverein; ZKM, Karlsruhe; Kunsthalle Rostock; Kunstverein Mannheim; Haus am Waldsee, Berlin; Kunsthalle Darmstadt; Kunstverein Neuaschaffenburg.

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