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Einzelausstellung: GRAUBERG - "prisma colour star" (vorbei)

1 März 2003 bis 17 April 2003
  GRAUBERG -
Grauberg, Reliefschablone I, 2003, Siebdruckplatte
 
  Galerie Jarmuschek+Partner

Galerie Jarmuschek+Partner
Halle am Wasser - Invalidenstrasse 50/51
10557 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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www.jarmuschek.de


prismacolourstar
G R A U B E R G
28. Februar – 17. April 2003

Galerie Jarmuschek und Partner (Sophienstraße 18, Berlin-Mitte) präsentiert mit der Ausstellung „prisma colour star“ den jungen Dresdner Künstler Grauberg.
Mit seinem frappierenden zeichnerischen Talent eröffnet Grauberg einen ungewohnten Blick auf das Thema Landschaftsmalerei. Setzt man Graubergs Landschaften in die Traditionslinie romantischer Malerei, könnte man meinen, die Erneuerung von Caspar David Friedrichs Seelenlandschaften vor sich zu haben. Das abstrahierte Traumbild einer Landschaft drängt sich Grauberg auf, zwingt ihn, sie zu malen. Nicht der Maler malt sich in der Landschaft, sondern die Landschaft malt sich durch ihn. Für die Räume der Galerie Jarmuschek und Partner baut er diese Landschaft aus Form, Farbe und Muster nach. Die Welt muß romantisiert werden, so findet man den ursprünglichen Sinn wieder! Niemand anders als Carl Spitzweg versuchte mit diesem Credo einer verharmlosenden Lesart seines Werkes gegenzusteuern. Auf wenige zeitgenössische Künstler trifft dieser Satz indes derart exakt zu, wie auf Grauberg.
Zeichnen mit der Stichsäge. Auch die Reliefschablone ist für Grauberg eine Fortsetzung seiner Linienkunst mit anderen Mitteln. Dennoch fühlt sich das Auge geradezu genötigt, auch dort Landschaftsformen zu assoziieren, wo nur geometrische Form geboten ist. Das denkbar spröde Material der braunen Siebdruckplatten wird plötzlich zu organisch bewegter, naturidentischer Projektions-(Ober)fläche. Grauberg schlägt unser Sehorgan also letztendlich mit seinen eigenen „Mitteln“: seiner unstillbaren Sucht nach Seh-Futter.
Man sieht nur, was man wünscht. Grauberg hält Abbild und Abstraktion stets so in der Waage, daß es für den Betrachter spannend bleibt. Was durch den computerverwöhnten Blick jeweils sehr schnell als lediglich stilisierte Elemente identifizierbar scheint, läßt Grauberg mit den Mitteln seiner subtilen Malerei sogleich als Wunschträume zerstäuben. Wie ein Kind davon überzeugt ist, leicht zum gesehenen Horizont laufen zu können, so scheint es in den „Landschaften“ Graubergs leicht, Fernes als nah und Nahes als Fern zu taxieren. Seine Malerei bietet damit eine Schule des Neu-Sehens für alle, die mutig genug sind, sich als ABC-Schützen des Sehens den unverstellten Blick zurückzuerobern.

Der 1972 in Dresden geborene Grauberg studierte an der HbfK Dresden und erreichte 1999 dort seinen Meisterschüler bei Prof. Kerbach.

Auf der diesjährigen Art Frankfurt (26.4. – 1.5.03) wird Grauberg eine weitere raumbezogene Reliefschablone präsentieren.

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