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Einzelausstellung: Gundula Schulze Eldowy - Verwandlungen (vorbei)

29 September 2011 bis 26 Februar 2012
  Gundula Schulze Eldowy - Verwandlungen
Foto: Gundula Schulze-Eldowy
 
  Kunst-Raum des Deutschen Bundestages

Marie-Elisabeth-Lüders-Haus
Schiffbauerdamm
110117 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

E-Mail senden
tel +49 (0)30 - 227 32 027
www.kunst-im-bundestag.de


Wegen des großen Interesse wurde die Ausstellung vom 11. Januar 2012 bis zum 26. Februar 2012 verlängert.

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Kunstbeirat des Deutschen Bundestages lädt ein zur Eröffnung der Doppelausstellung von

Gundula Schulze Eldowy

Verwandlungen
im Kunst-Raum des Deutschen Bundestages

Den Letzten beißen die Hunde
im Mauer-Mahnmal des Deutschen Bundestages

am Donnerstag, den 28. September 2011, um 19 Uhr
im Kunst-Raum des Deutschen Bundestages

Begrüßung
Dr. h.c. Wolfgang Thierse
Vizepräsident des Deutschen Bundestages

Einführung in die Ausstellung
Kristina Volke
Co-Kuratorin der Kunstsammlung

Die Künstlerin wird anwesend sein.
Einlass ab 18 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Gundula Schulze Eldowy ist seit mehr als vier Jahrzehnten Fotografin. Große Schwarzweiß-Serien wie "Berlin in einer Hundenacht", "Arbeit" und "Tamerlan" gelten als herausragende Meisterstücke deutscher sozialkritischer Fotografie. Dass sie in der DDR entstanden, verlieh ihrer Rezeption lange Zeit eine besondere Bedeutung.

Mit der Grenzöffnung 1989 veränderten sich für Schulze Eldowy nicht nur die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit, sondern auch der Zugang zum eigenen Metier. Fortan verbrachte sie ihr Leben auf Reisen, von denen einige so lange währten, dass sie wohl eher als Lebensabschnitte zu bezeichnen wären. In New York, Ägypten, Istanbul, Peru und Moskau entstanden Serien, in denen die Dimensionen der nun weit gewordenen Welt, ihre Wandlungen und Geheimnisse zum Thema wurden. Sie selbst bezeichnet die Arbeiten nach 1989 als ihr spirituelles Werk. Ein Blick auf die Serien vor 1989 zeigt jedoch, dass sich Linien fortsetzen, dass die Motivation für Fotografie selbst gleich blieb, obwohl die Verwandlungen von Motiven und Erzählsträngen nicht unterschiedlicher seid könnten.

In einem Interview charakterisierte die Fotografin ihr künstlerisches Konzept einmal mit den Worten: "Ich male doch". Die Arbeiten von Gundula Schulze Eldowy im Kunst-Raum und im Mauer-Mahnmal des Deutschen Bundestages überzeugen, dass die Überwindung der Grenzen zwischen Malerei und Fotografie im Werk dieser Künstlerin längst vollzogen ist: In der Serie der Konstantinopel-Bilder überarbeitet sie Aufnahmen byzantinischer Mosaiken mit Blattgold und reanimiert die auratische Ausstrahlung der längst verblassten Heiligenbilder, in den Amerika-Bildern von "Spinning on my Heels" überlagern sich in Mehrfach-Belichtungen New Yorker Straßenszenen und klassische Gemälde zu Bildern großstädtischen Lebens, und in ihren Großaufnahmen von russischen Friedhöfen entstehen berührende Metaphern der Zerbrechlichkeit menschlicher Existenz. Auch ihre Landschaften sowie ihre Bilder vom Fall der Mauer in der Serie "Den letzten beißen die Hunde" sind von geradezu altmeisterlicher Kompositionstechnik geprägt.

Erstmals wird durch diese Ausstellung die große Breite des Schaffens von Gundula Schulze Eldowy in den Jahrzehnten nach dem Fall der Mauer deutlich. Eine von ihr selbst geschnittene Dia-Show schlägt den Bogen zu den sozialkritischen Schwarzweiß-Fotos der 70er und 80er Jahre in der DDR, von denen herausragende Beispiele in der Kunstsammlung des Deutschen Bundestages vertreten sind.

Mit einer eigenen Ausstellung schlägt C/O, das internationale Forum für Fotografie in Berlin, die Brücke zum Frühwerk der Künstlerin, aus dem insbesondere ihre Farbfotografien zu sehen sein werden.

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