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Die junge japanische Künstlerin Hanayo lebt zwischen Tokyo, London und Berlin. Hanayo bewegt sich virtuos "in-between-cultures" wie sie sich vielseitig in unterschiedlichen Genres bewegt. Musik (und Konzerte) sind für sie ebenso relevant wie Performance, Literatur, Schauspielerei, Tanz und Fotografie. Sie modelte für Jean Paul Gaultier, Titelcover: THE FACE & MERIAN JAPAN, gab in der "Wiener Sezession" die Geisha in "Cities on the Move", während der documenta X arbeitete sie mit Christoph Schlingensief und mit ihm auch im Hamburger Schauspielhaus. Sie veröffentlichte zahlreiche CDs mit ihrer Musik, sang mit den "Goldenen Zitronen", spielte am Tokyoter Nationaltheater mit Kiyomoto Komori und arbeitet mit "Die Gestalten" am zweiten Buch.
Im Dezember 1992 präsentierte die Zeitschrift "Merian" Hanayo als Covergirl und schrieb: "Die auf unserem Titelfoto abgebildete Gesellschaftsdame Hanayo Nakajiama ... (ist) eine der wenigen verbliebenen traditionellen -also sittsamen- Geishas zwischen den Hochhaustürmen von Tokio ..".
Noch im gleichen Jahr gründete die "tradtionell-sittsame Geisha" Hanayo die Band "Muscats" und erfand sich als Künstlerin. Das englische Magazin THE FACE widmete ihr die Cover-Story "After the bubble/ Japan" und machte sie schlagartig populär.
Wir erlebten Hanoyo ertsmals "live" mit einer sehr ironisch-gebrochenen "Geisha-Performance" anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "Cities on the Move" in der Wiener Sezession im Januar 1998.
Heute lebt Hanayo -als Künslerin und alleinerziehende Mutter ihrer Tochter Tenko zwischen allen Kulturen und zwischen Tokyo, London und Berlin. In ihrer Person, wie ihrem künstlerischen Werk wird der Transformationsprozess tradierter japanischer Frauenrollen hin zu einer selbstgeschaffenen emanzipatorischen Situation sichtbar.
ASIAN FINE ARTS BERLIN widmet der Künstlerin im Rahmen der Reihe "Berlin. Debut!" die dreiwöchige Ausstellung "HANAYO presents HANAYO: E de Show. Die Künstlerin zeigt "private Situationen", Fotografie, Video und eine Installation persönlicher Gegenstände. |