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 Hans-Peter Feldmann
© VG Bild-Kunst, Bonn 2010
Installationsansicht Kunsthalle Düsseldorf | | |
Seit den 70er Jahren sammelt, archiviert und arrangiert Hans-Peter Feldmann (geb. 1941) Alltagsgegenstände und in Fotoalben, Zeitungen und Zeitschriften gefundene sowie selbst aufgenommene Fotografien. Scheinbar banale Motive bilden das bunte Repertoire seiner spielerischen Arbeit. Abbildungen von Schuhen, Sonnenuntergängen, Frauenknien oder Portraits löst er aus ihrem ursprünglichen Kontext heraus, um sie nach zuvor festgelegten Kriterien neu zusammenzustellen. In Serien angeordnet verweisen sie auf eine Welt, die hinter dem Dargestellten liegt und konstruieren Geschichten, die sowohl kollektive als auch persönliche Erinnerungen katalysieren. Dadurch bieten sie dem Betrachter immer auch die Möglichkeit zur individuellen Identifikation. Durch die Allgegenwärtigkeit von Reproduktionen tritt Feldmanns Autorschaft hinter seinen Werken zurück, die er weder signiert noch limitiert. Feldmanns ur-eigene "Appropriation Art" steht somit konsequent für ein demokratisches Bildverständnis, das keine Differenzierungen zwischen amateurhaft und professionell, privat und öffentlich oder fremd und eigen kennt. Bilder, so die Ansicht des Künstlers, gehören allen.
Die von Gregor Jansen und Elodie Evers kuratierte Schau ist Hans-Peter Feldmanns erste große Einzelausstellung in seiner Heimatstadt. Die Kunsthalle zeigt Fotografien, Installationen, Skulpturen und Bücher der vergangenen vier Jahrzehnte, darunter die 2002 entstandene Arbeit "Schattenspiel". |