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Einzelausstellung: Hans Staudacher - Eine Retrospektive (vorbei)

24 Januar 2008 bis 21 Februar 2008
  Hans Staudacher 

Hans Staudacher 

Begegnung
"Begegnung", Öl auf Leinwand, 180 x 240 cm
1993/94
 
www.hilger.at Hilger modern

Hilger modern
Dorotheergasse 5
1010 Wien
Österreich (Stadtplan)

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tel +43 (0)1 - 512 53 15
www.hilger.at


PRESSEINFORMATION

Hans Staudacher

Eröffnung: Donnerstag, 24. Januar 2008, 19 Uhr
Die Ausstellung dauert bis 21.Februar 2008.

In der Galerie Hilger wird eine repräsentative Auswahl von Hans Staudachers grafischen und malerischen Arbeiten auf Papier und Leinwand präsentiert.

Staudachers künstlerisches Werk zeigt sich seit den 1950er Jahren bis zu seinen aktuellen Bildern stilistisch homogen, das im Zentrum den kalligrafisch tachistischen Gestus hat. Staudacher zählt in Österreich zur ersten Generation der abstrakten Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg, auch wenn ihm etwa im Unterschied zur Künstlergruppe St. Stephan mit Hollegha, Rainer, Mikl und Prachensky erst verspätet diese Pionierleistung zugesprochen worden ist. Der gebürtige Kärntner (*1923 St. Urban am Ossiachersee), hat sich mit seinen Künstlerkollegen aus der Region wie Johann Fruhmann und Hans Bischoffshausen in den 1950er Jahren mit den Avantgardeströmungen in Paris intensiv auseinandergesetzt, vor allem mit der Kunst des Tachismus, vertreten von Mathieu und Hartung und der kubistischen formalen Elementen noch verpflichteten Ecole de Paris, wie von Riopelle oder Manessier. 1960 stellt Staudacher erstmals in der Galerie Le Soleil dans la Tête in Paris aus. Hans Staudacher ist ein wichtiges Beispiel für das Initiieren künstlerischer Strömungen mit Avantgardegeist im eigenen Land, losgelöst von allzu akademischen festgefahrenen bildnerischen Strategien. Sein Frühwerk der 1940er und 1950er Jahre ist noch geprägt von einer kubistisch orientierten Interpretation von Figur und Wirklichkeit. Dabei spielen Künstler wie Marino Marini und Herbert Boeckl eine übergeordnete Rolle. Inspiriert und beeindruckt von der Explosion der modernen abstrakten expressionistischen Malerei in New York und Paris, entwickelt Staudacher in den 1950er Jahren eine eigene informelle lyrische Bildsprache. Dabei spielt das Skripturale eine übergeordnete Rolle. Mal sanft tänzelnd, mal heftig emotional schüttet der Künstler die Farbe auf die Leinwand. Für die linearen Strukturen sorgt der Maler, indem er die Ölfarbe direkt aus der Tube auf die Leinwand setzt. Eine konkrete Bildvorstellung, wie noch in seinen landschaftlichen oder figurativen Bildern aus früherer Zeit, ist zugunsten eines auf psychischen Automatismus bezogenen direkten spontanen malerischen und zeichnerischen Akts gewichen. Staudacher arbeitet mit Musik, die sein Malen rhythmisch beeinflusst. Seine Bilder sind mehrschichtig strukturiert: Das freie informelle Gestikulieren mit der Farbe im Sinne des impulsiven Tachismus in der Tradition von Mathieu und Pollock, das kalligrafisch tendenziell Schriftliche und das Malerische. Daraus entsteht ein spannendes dichtes komponiertes Bildgewebe voller Poesie, Sensibilität aber auch Kraft und Vehemenz.

Hans Staudacher

Hans Staudacher
, geboren am 14 Jänner 1923 in St. Urban am Ossiacher See, wuchs in Villach, Kärnten auf. Autodidakter Maler, Mitglied der Wiener Secession, ForumStadtpark (Graz) und des Kunstvereins Kärnten (Klagenfurt), Vertreter auf der Biennale, zeigte seine Arbeiten in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen. Verbrachte zwischen 1954 und 1962 viel Zeit in Paris.

Lebt und arbeitet in Wien seit 1950

Ausgewählte Ausstellungen:
2006 Die 70er Jahre. Galerie Gerersdorfer, Wien
2005 Ars Pingendi, Neue Galerie Graz am Landesmuseum Joanneum, Graz
2003 Teddybär & Co - Die Suche nach Mythen in der Kunst Galerie Ernst Hilger,Wien
2000 STAUDACHER - Eine Auswahl, Galerie Ernst Hilger, Wien

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