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 Hans Staudacher, Weihachten, 1979, Gouache, 50x70 | | |
KURZTEXT ZUR AUSSTELLUNG :
Anlässlich des 90sten Geburtstags von Hans Staudacher zeigen wir in unserer diesjährigen Weihnachtsausstellung einen Querschnitt seines künstlerischen Schaffens von den sechziger Jahren bis in die Gegenwart.
Hans Staudacher wird am 14. Januar 1923 im österreichischen St. Urban am Ossiacher See geboren. Aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen beginnt Staudacher sehr früh als Autodidakt mit Zeichnungen, Landschaftsaquarellen und Porträts. Im Jahr 1950 übersiedelt er nach Wien und beschäftigt sich mit den Arbeiten von Alfred Kubin, Egon Schiele und Gustav Klimt. Staudacher tritt der Wiener Secession bei und nimmt an deren Ausstellungen teil. Frühe kleinformatige grau-schwarze Arbeiten werden bald von größeren farbigen Gemälden abgelöst, in denen die individuelle Zeichensprache des Informel erkennbar ist.
1951 entstehen erste tachistische Kunstharzbilder. Während seiner zahlreichen Parisaufenthalte 1954-62 setzt sich Staudacher intensiv mit dem Werk von George Mathieu und dem "Lettrismus", der Verbindung von Bild und Schrift, auseinander. Diese Einflüsse und Beobachtungen prägen fortan sein gesamtes Schaffen.
Der Künstler gilt seit der Nachkriegszeit als bedeutender österreichischer Vertreter der gestischen Malerei. In Staudachers Œuvre verbindet sich das lyrische Informel mit dem abstrakten Expressionismus zu einer einzigartigen, sehr persönlichen Handschrift, die in Österreich keine Parallelen besitzt.
1956 vertritt Staudacher Österreich auf der 28. Biennale in Venedig.
Unter seinen zahlreichen Auszeichnungen sind u.a. der Hauptpreis auf der Biennale Tokio 1965, der Kulturpreis des Landes Kärnten 1989 sowie das Goldenen Ehrenzeichen der Stadt Wien im Jahr 2004 zu erwähnen. Werke von Hans Staudacher befinden sich heute u.a. in der Graphischen Sammlung Albertina, im Museum of Art in Cincinnati sowie in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland.
Hans Staudacher tätigte einst eine sehr schönen Aussage, die Ihnen einen Vorgeschmack auf seine Arbeiten und ihn als Person sein soll: "Kunst ist nicht Geschäft, sondern Freiheit der Seele, Freiheit des Raumes, Freiheit des Geistes - und es ist sehr wichtig, dass wir uns das erhalten…"
Hans Staudacher wird bei der Ausstellungseröffnung anwesend sein. Auf Ihr Interesse und Ihren Besuch freut sich das Team der Galerie 422!
WEITERER WICHTIGER TERMIN:
14.Jänner 2013, 19 Uhr Geburtstagsumtrunk mit Hans Staudacher |